Basel
Neue Steuern am Euro-Airport: Auch der Flughafen wehrt sich

Der Basler Volkswirtschaftdirektor Christoph Brutschin bekommt beim Steuerknatsch am Euro-Airport Unterstützung aus Frankreich. Die Elsässischen Vertreter im Verwaltungsratsausschuss und die Flughafenleitung wehren sich gegen die neuen Steuern.

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Zusätzliche Steuern bedrohen den Euro-Airport.

Zusätzliche Steuern bedrohen den Euro-Airport.

Keystone

Nicht nur der Basler Volkwirtschaftsdirektor Christoph Brutschin hat für die Luftverkehrssteuer und den Solidaritätszuschlag, die die französischen Zivilluftfahrtbehörde DGAC ab 1. Juli 2013 auch im Schweizer Sektor erheben will keine Freude.

Unterstützung erhält Brutschin nun auch vom Euro-Airport. Vier Mitglieder des Verwaltungsrats-Ausschuss und die Flughafenleitung wehren sich gegen die Einführung der Taxen.

Jean-Marie Bockel, Senator und Präsident von Mulhouse Alsace Agglomération, Jean-Pierre Lavielle, Verwaltungsratspräsident, Christoph Brutschin, Vizepräsident des Verwaltungsrats und Andreas Büttiker, Direktor von BLT sowie die Direktion des EuroAirport seien über die Einführung der Steuern besorgt, schreibt der Flughafen in einer Mitteilung. Die heutige Form des Euro-Airports werde dadruch gefährdet.

Zusatzkosten von 14 Millionen Euro

Die neuen Taxen verursachen für die Fluggesellschaften im Schweizer Sektor nach Schätzung es EuroAirport Zusatzkosten in Höhe von 14 Millionen Euro. Dies könnte zum Verlust von mehreren Hunderttausend Passagieren führen, so der Flughafen.

Die Fluggesellschaften müssten zur Deckung dieser Zusatzkosten vermutlich ihr Flugangebot reduzieren, wodurch der EuroAirport an Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit verlieren würde, schreibt der EAP in seiner Mitteilung weiter.

Stellenabbau befürchtet

Ein Abbau des aktuellen Flugangebots hätte wiederum Auswirkungen auf die Zahl der Arbeitsplätze - heute arbeiten 6000 Personen im Schweizer Teil des Flughafens - und die Wirtschaftsentwicklung der Region.

Angesichts dieser weitreichenden Folgen appellieren der VR-Ausschuss und die Direktion des EuroAirport an die französischen und Schweizer Behörden, eine Lösung für die gegenwärtige Situation zu finden.

Gleichzeitig verpflichten sie sich, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die Produktivität der Plattform zu bewahren.

Das binationale Modell, auf dem der Betrieb des EuroAirport basiert, sei einzigartig in der Welt und haben sich seit über 60 Jahren bewährt, schreibt der Flughafen in der Mitteilung. (rsn)

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