Nachdem das Tiefbauamt des Kantons Basel-Stadt am 1. Juli seinen Werkhof am Riehenring 3 verlassen hat, gibt nun der Kanton die frei gewordene Parzelle der Wohnstadt im Baurecht ab und ermöglicht neue Genossenschaftswohnungen. Die Wohnstadt wird bis 2016 auf dem Areal eine Wohnüberbauung mit ca. 35 Wohnungen bauen.

Die Abgabe von Arealen im Baurecht an Genossenschaften ist Teil des kantonalen Programms zur Förderung des genossenschaftlichen Wohnungsbaus. Im Quartier bestehen bereits einige Genossenschaften. Das Areal eignet sich deshalb ausgezeichnet für die Schaffung von zusätzlichen genossenschaftlichen Wohnungen in unserem Stadtkanton.

Der Kanton ist seit längerem bestrebt, den gemeinnützigen Wohnungsbau zu unterstützen. Das Ziel ist die Förderung und Aktivierung der Genossenschaften. Dazu hat der Kanton zusammen mit den Wohngenossenschaften Schweiz Nordwestschweiz (Regionalverband der gemeinnützigen Wohnbauträger) den partnerschaftlichen Baurechtsvertrag Plus ausgearbeitet, der auf die Besonderheiten des gemeinnützigen Wohnungsbaus Rücksicht nimmt und die langfristige, zeitgemässe Erneuerung der bestehenden genossenschaftlichen Immobilien und auch deren Ersatzneubauten sichert. Er enthält eine Staffelung des anfänglichen Baurechtszinses, die Verpflichtung zu einem Erneuerungsfonds und wohnpolitische Auflagen.

Schon vor längerer Zeit hat der Regierungsrat verschiedene Areale definiert, die für genossenschaftliches Wohnen zur Verfügung stehen (Niederholz in Riehen, Rauracherstrasse in Riehen, Hegenheimerstrasse, Belforterstrasse, Riehenring 3, Schorenareal). Für die beiden Pilotprojekte Hegenheimerstrasse und Rauracherstrasse wurde je ein partnerschaftlicher Baurechtsvertrag Plus abgeschlossen, die Bauten sind bereits realisiert. Die zurzeit anstehenden Projekte sind Niederholz in Riehen, Belforterstrasse in Basel, das Schorenareal und Riehenring.