Die Steiner AG tritt als Zwischeninvestorin auf und realisiert das Projekt "Werkarena" vorerst auf eigene Rechnung, wie aus einer Mitteilung der Basler Regierung vom Dienstag hervorgeht. Die Exekutive segnete den Baurechtsvertrag zwischen der Zürcher Firma und Immobilien-Basel-Stadt ab.

Mit der "Werkarena" befasst sich die Steiner AG schon seit bald zwei Jahren. Im Februar 2015 erhielt das Unternehmen von der Regierung den Zuschlag für die Entwicklung des Projekts. Damit verbunden war auch der Auftrag, neben Mietern einen Investor als Baurechtsnehmer für das geplante Gewerbehaus zu finden. Letzteres gelang bisher nicht.

Investitionen von 70 Millionen

Inzwischen liegt die Baubewilligung für die "Werkarena" vor. Nach Auskunft der Steiner AG, sind zwar noch keine Mietverträge unterzeichnet, doch laufen derzeit Verhandlungen mit mehreren mittleren und grösseren Unternehmen. Es geht dabei um rund 70 Prozent der Nutzfläche von insgesamt 25'000 m2.

Die Steiner AG bezifferte das Investitionsvolumen für die "Werkarena" auf Anfrage auf rund 70 Millionen Franken. Selbst behalten will das Unternehmen das Gewerbehaus nicht. Es solle "zu einem geeigneten Zeitpunkt" an einen Endinvestor übertragen werden, hiess es weiter. Der Baubeginn ist für September 2017 geplant, der Bezug zwei Jahre später.

Das Projekt auf dem Areal, wo früher die besetzte "Villa Rosenau" stand, sieht acht oberirdische und mehrere unterirdische Geschosse vor. Erschlossen werden diese durch Fahrzeugrampen und Warenlifte. Gedacht ist das Gebäude, das früheren Angaben gemäss 200 bis 400 Arbeitsplätze beherbergen soll, für das lokale handwerkliche und produzierende Gewerbe.

Die Regierung hatte bereits 2013 beschlossen, das Areal für einen Gewerbepark im Baurecht abzugeben. Immobilien Basel-Stadt und Gewerbeverband wollten darauf mehrere Gewerbetreibende als Investoren gewinnen, was sich aber als nicht realisierbar erwies. Darauf wurden Projektentwickler zur Offertstellung eingeladen.