Das Gundeli hats mit dem Viertel: «Viertelkreis» heisst eine übers südliche Stadt-Quartier hinaus beliebte Beiz. In ein Viertel soll sich auch der unweit davon entfernte Hinterhof beim Basler Dreispitz verwandeln. Wenn sich die Gerüchte bewahrheiten, heisst der beliebte Club in Zukunft «Das Viertel».

Offiziell hüllen sich noch alle Beteiligten in Schweigen. Die Gründer der Hinterhof-Bar geben Ende Mai und nach sieben Jahren den Schlüssel ab, nach zwei Wochen Pause soll die Zwischennutzung weitergehen.

Wer im Juni einzieht, zeigt ein Blick ins Handelsregister: Im April wurde die Viertel Gastro GmbH gegründet. Geschäftsführer ist Valentin Aschwanden. Er hat die vergangenen Monate in Los Angeles verbracht, verdiente sich seine Sporen zuvor im Basler Nachtleben ab. So modernisierte er die Kleinbasler «Jägerhalle» und rief im Steinenbachgässlein den Balz-Klub und die Baltazar-Bar ins Leben.

Die personellen Überschneidungen deuten darauf hin, dass die Macher der Balz-Bar nun auch den Hinterhof übernehmen. Nebst Aschwanden sitzen auch Cem Kiliç und Matthias Seitz in der neu gegründeten Viertel Gastro GmbH.

Mehrere DJs, die regelmässig im Hinterhof Partys durchführen, bestätigen den Wechsel, der an der Münchensteinerstrasse bevorsteht. Die bisherigen Betreiber der Hinterhof-Bar behalten den Namen, ihren Club und das Interieur aber hätten sie verkauft. Der Mietvertrag mit Immobilien Basel-Stadt läuft noch bis 2021.

Fürs Musikprogramm soll künftig Giuseppe Miele verantwortlich zeichnen. Auch er hält Anteile am «Viertel» und hat Erfahrungen im Basler Nachtleben, vom Technoclub Nordstern bis zum Café Singer. Zuletzt führte der Mittdreissiger das Provisorium, den Technoclub neben dem Ristorante Acqua.

Da der Balz-Klub eher für kommerziell orientierte Studentenpartys steht, dürfte Miele sein Know-how und seine Kontakte im elektronischen Musikbereich einbringen, um damit den Ruf, den der «Hinterhof» in der Technoszene erlangt hat, sicherzustellen. Welche Formate weitergeführt werden, darüber soll noch im Mai informiert werden.

Mitarbeit: Rahel Koerfgen