Tram 30

Neuer Chef, alte Sorgen: Der Kampf der Herbschtmäss gegen die Baustellen

Der Petersplatz an der Herbschtmäss. (Archivbild)

Der Petersplatz an der Herbschtmäss. (Archivbild)

Zuerst das Stadtcasino, dann die Kaserne und vielleicht bald der Petersgraben: Es ist kein Novum, dass sich Marktfahrer mit Baustellen an wichtigen Standorten herumschlagen müssen. Trotz allem starten sie am Samstag optimistisch in die Festzeit der 549. Herbschtmäss.

Mit den Arbeiten am Stadtcasino und der Kaserne konnte sich die Messe arrangieren. Die Baustellen werden so disponiert, dass die Festivitäten dadurch nicht tangiert werden, wie der frühere Grossrat und Sprecher der Marktfahrer- und Schaustellerverbände Oskar Herzig berichtet. Dafür sei beim Bau- und Verkehrsdepartement ein anderes Projekt im Gespräch, das den Messefans Kopfschmerzen bereite: der neue Tram-30-Gleisabschnitt durch den Petersgraben, der bis 2026 realisiert werden soll.

Unterstützung aus dem Parlament stimmt optimistisch

Herzig ist überzeugt: «Während der Messe dürfen auf keinen Fall Trams im Petersgraben verkehren.» Schliesslich seien die dort jeweils aufgestellten Essstände ein Herzstück der Basler Herbstmesse. Ihn beunruhige vor allem die Tatsache, dass die Verwaltung diesbezüglich immer noch keinen Kontakt zu den Organisatoren der der Messe hergestellt habe. Immerhin könne die Messe auf Unterstützung aus der Politik zählen. Herzig hat bereits mit Vertretern aller Parteien gesprochen und sei meist auf Zustimmung gestossen: «Ich denke, die Mehrheit des Parlaments unterstützt die Rücksichtnahme auf die Messe», so der ehemalige Grossrat.

In seinem Optimismus betreffend der diesjährigen Ausgabe fühlt sich Herzig durch die «vielversprechende Zusammenarbeit im Vorfeld» bestärkt. Der neue Leiter Messen und Märkte beim Kanton, Manuel Staub, habe sich «super» ins Team integriert, und nebst der Planung der diesjährigen Messe sei auch das 550-Jahre-Jubiläum von 2020 schon angedacht worden. Positiv wertet Herzig auch das Müllprojekt «Für e suuberi Mäss!». Der Pilot wird heuer auf dem Barfüsserplatz und auf dem Kasernenareal getestet. «Der Kasernenplatz wird der sauberste in ganz Basel sein», so Herzig dazu.

Besucherzahl soll auch ohne die Halle 1 gleich hoch bleiben

Laut Herzig sei ärgerlich, dass die Halle 1 im Messegebäude weiterhin und wohl auch nicht in Zukunft nicht zur Verfügung stehe: «Wir hätten endlich ein echtes Messezentrum, was sicher auch die Attraktivität der gesamten Herbstmesse steigern würde.» Obwohl sich die Marktfahrer also weiterhin mit der Halle 3 zufriedengeben müssen, rechnet der Messesprecher auch dieses Jahr mit einer hohen Besucherzahl, sofern das Wetter einigermassen mitspiele.

Die Polizei mahnt indes in einer Mitteilung vor Taschendieben. Wie immer an Grossanlässen sei hier Vorsicht geboten. Ausserdem stelle die Polizei wie in den vergangenen Jahren Badges für Kinder zur Verfügung. Diese sollen dafür sorgen, dass verloren gegangene Kids schnell wieder zu ihren Eltern finden. Die Badges seien auf den Wachposten sowie in den Polizeicontainern bei der Kaserne und auf dem Messeplatz gratis erhältlich.

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