Kanton Basel-Stadt

Neuer Erster Staatsanwalt für Basel: Sasha Stauffer wird Nachfolger von Alberto Fabbri

Der 47-jährige Sasha Stauffer studierte Jurisprudenz an der Universität Basel und erwarb 1999 das Lizentiat.

Der 47-jährige Sasha Stauffer studierte Jurisprudenz an der Universität Basel und erwarb 1999 das Lizentiat.

Nachdem Alberto Fabbri im Juni ans Bundesstrafgericht nach Bellinzona gewählt wurde, brauchte Basel-Stadt einen neuen Ersten Staatsanwalt.

Neun Personen hatten sich ursprünglich auf die Stellenausschreibung beworben, darunter eine Frau. Die Wahlvorbereitungskommission des Grossen Rates war von der Frau ausserordentlich angetan. Zusammen mit vier weiteren Kandidaten wurde sie zu einem ersten Gespräch geladen. Auch für die Schlussrunde wurde sie aufgeboten. Für die Kommission standen somit zur Auswahl eine Frau, die von Aussen kommen würde, und mit Sasha Stauffer ein Mann, der als Leitender Staatsanwalt den Betrieb seit Jahren von Innen kennt.

Bei einer detaillierten Prüfung des Lebenslaufs der Frau kamen jedoch Zweifel – nicht an ihrer Qualifikation, sondern an den formalen Voraussetzungen. Im Gerichtsorganisationsgesetz (GOG), das vor fünf Jahren revidiert worden ist, sind die Voraussetzungen beschrieben: Als Staatsanwalt kann in Basel-Stadt gewählt werden, wer die schweizerische Staatsbürgerschaft hat, in der Schweiz wohnt sowie an einer schweizerischen Universität einen Master- oder Lizenzitatsabschluss in Recht abgeschlossen hat. Erfolgte das Studium im Ausland, so gilt als Bedingung, dass eine kantonale Anwaltsprüfung erfolgreich bestanden wurde. 

Die Wahl der Frau wäre also anfechtbar gewesen. Dem Grossen Rat wurde daraufhin Sasha Stauffer als Fabbri-Nachfolger vorgeschlagen. Am Mittwoch wurde er jetzt vom Grossen Rat mit einem grossen Mehr als dessen Nachfolger gewählt.

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