Hochschule
Neuer Rekord: 160 Millionen für Forschung an Uni Basel

Die Universität Basel hat im letzten Jahr von Dritten Rekordbeiträge von 159,3 Millionen für die Forschung erhalten. Dies sind 32 Prozent mehr als im Vorjahr. Das 550-Jahr-Jubiläum kam offensichtlich auch bei Geldgebern gut an.

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Innenansicht der Uni Basel

Innenansicht der Uni Basel

bz Basellandschaftliche Zeitung

Im Jubiläumsjahr sei die Universität als Teil des Gemeinwesens wahrgenommen worden, sagte Rektor Antonio Loprieno am Donnerstag vor den Medien. Dazu beigetragen hätten die Auftritte in Liestal, Aarau, Solothurn und Pruntrut sowie das «Fest der Wissenschaften» in Basel.

Das Wachstum der Studierendenzahl betrug im letzten Jahr noch zwei Prozent. Im Herbstsemester 2010 waren 11'826 Studierende angemeldet. Aus den Trägerkantonen Basel-Stadt und Baselland stammten 37,6 Prozent, aus anderen Kantonen 40 Prozent der Studierenden.

Weiter zugenommen haben die ausländischen Studierenden. Deren Anteil stieg von 21,4 auf 22,3 Prozent. Ausländische Studierende seien an der Uni Basel willkommen, sagte Loprieno. Es gebe einen Zustrom, aber keinen Ansturm.

Eine Erhöhung von Studiengebühren für Ausländer sei eine politische Frage, sagte Loprieno weiter. Aus finanzieller Sicht sei sie «vernachlässigbar». Die Einnahmen aus Studiengebühren betragen an der Uni Basel rund 10 Mio. Franken.

Defizit kleiner als budgetiert

Der Personalbestand stieg um 13,7 oder 304 Vollzeitstellen auf 2527 Universitäts- und Projektanstellungen. Dies sei zu einem grossen Teil auf Drittmittel-Anstellungen zurückzuführen, wurde erklärt.

Das erste Jahr der Leistungsperiode 2010-2013 schloss mit einem Defizit von 3,4 Mio. Franken. Budgetiert war ein Fehlbetrag von 7,2 Mio. Franken, weshalb Verwaltungsdirektor Christoph Tschumi von einem positiven Abschluss sprach. Der Gesamtaufwand betrug 642,9 Mio. bei einem Ertrag von 639,5 Mio. Franken.

Die Trägerkantone steuerten 283 Mio. Franken bei. Vom Bund kamen 72,9 Mio. Franken und von den Kantonen, die Studierende nach Basel schicken, 70,4 Mio. Franken.

Neue Standorte sucht die Uni Basel für die Umweltwissenschaften, Zahnmedizin und Sport. Insgesamt schätzt Tschumi die Investitionen in neue Gebäude auf eine Milliarde Franken. Allein das neue Biozentrum auf dem Areal «Schällemätteli» wird rund 300 Mio. Franken kosten.