Den Strohhut auf dem Kopf, eine adrette Begleitung neben sich. Im nächsten Jahr dürfte auf seinem aber Stuhl Michael Müller thronen, der Chef der Baloise. Das Versicherungsunternehmen übernimmt das Titel-Sponsoring von den Avo-Zigarren. Diese dürfen die Konzertreihe nicht mehr unterstützen, die scharfen Anti-Tabakgesetze verbieten dies.

Sponsor als Namensgeber heikel

Und so stand Session-Präsident Matthias Müller vor einem heiklen Problem, denn der Presenting Sponsor, der der Session den Namen gibt, ist kein Sponsor wie jeder andere: «Einen Presenting Sponsor zu finden ist besonders heikel, man will ja nicht irgendeine Firma im Namen haben. Nun übernimmt ein langjähriger Partner, diese Rolle. Das ist sehr angenehm.» In der Tat beweist die Baloise seit 15 Jahren Musikgehör und ist einer der Hauptsponsoren der Session. Nun stockt sie ihr Engagement auf.

Keine Angaben zum Betrag

Was das finanziell bedeutet, will Baloise-Sprecher Amos Winteler nicht verraten: «Wir haben Stillschweigen vereinbart, aber das Sponsoring hat ein Preisschild.» Und dieses dürfte einen ziemlich hohen Betrag anzeigen, denn die Baloise-Session wird nicht nur in Basel Konzerte veranstalten, sondern in der ganzen Schweiz. «Wir wollen neun bis zehn Events im kleineren Rahmen, jeweils ein Abend pro Ort, von Genf bis Aarau», erklärt Müller. Die Details seien noch nicht bis ins Letzte ausgearbeitet. Klar sei, dass die auswärtigen Gigs nicht während der Session stattfinden: «Das könnten wir nicht stemmen. Die Konzerte werden im ersten Halbjahr stattfinden, so halten wir die Spannung über das ganze Jahr.» Mit den Zusatzleistungen lade sich die Session zwar zusätzliche Arbeit auf, aber solche, die Spass mache.

Baloise will nationale Präsenz

Das bestätigt Winteler: «Hauptausschlag hat die Kombination Baloise Session in Basel gegeben und die neuen, gleich gestalteten Veranstaltungen auf nationaler Ebene. Wir haben so eine schweizweite Präsenz.» Und auch der CEO der Baloise wird im gemeinsamen Communiqué zitiert: «Wir werden 2014 auch eine eigene nationale Konzertreihe ins Leben rufen.» Von diesen neuen Konzerten erhoffen sich sowohl der Veranstalter als auch die Versicherung eine nationale Werbewirkung für sich. Und da will auch noch ein Dritter profitieren, nämlich Regierungspräsident Guy Morin: «Ich freue mich darüber, dass die Session künftig den Namen Basel quasi im Titel trägt und so die Stadt in die Welt hinausträgt.» Dies sei vor allem angesichts der international ausgestrahlten Fernsehaufzeichnungen der Auftritte nicht zu vernachlässigen, fügt Morin an.