Der Bau eines Veloparking beim Badischen Bahnhof in Basel verzögert sich. Weil sich das geplante vollautomatische Hochregallager für Fahrräder nicht realisieren lässt, soll nun ein ein konventionelles, ebenfalls unterirdisches Veloparking mit rund 1000 Plätzen gebaut werden, wie die Regierung am Dienstag mitteilte.

Für das vollautomatische Veloparking unter dem Gebäude des Badischen Bahnhofs hatte der Grosse Rat 2013 einen Projektierungskredit von 540'000 Franken bewilligt. In diesem Herbst hätte des Projekt dem Kantonsparlament unterbreitet werden sollen. Daraus wird nun aber nichts.

Nach dem Volks-Nein zur 77-Millionen-Vorlage zur Verkehrsdrehscheibe Badischer Bahnhof mitsamt dem Erlenmatt-Tram im Mai 2014 wurde das Veloparking-Projekt überprüft. Dabei erwies sich das Vorhaben nach Angaben der Regierung am geplanten Standort als nicht realisierbar.

Neuer Standort

Allein die nötige Erdbebenertüchtigung des Bahnhofsgebäudes hätte zu massiven Mehrkosten geführt, hiess es auf Anfrage beim Bau- und Verkehrsdepartement (BVD). Als neuer Standort vorgesehen ist nun ein an den Badischen Bahnhof anschliessendes Grundstück bei der Verzweigung Schwarzwaldalle/Riehenstasse.

Das neue Parking sieht Abstellplätze für rund 1000 Fahrräder vor. Das sind 200 weniger als im vollautomatischen Hochregallager geplant waren. Dieses wäre in der vorgesehenen Grösse ein landesweites Novum gewesen. Im Grossen Rat war dieses Parking im bürgerlichen Lager als Luxusprojekt kritisiert worden.

Die Investitionen für das neue Projekt werden nun laut BVD auf rund acht Millionen Franken veranschlagt. Das sind 3,5 Millionen Franken weniger als für das ursprüngliche Projekt, dessen Inbetriebnahme für Herbst 2019 vorgesehen war.

Die Verantwortlichen im BVD gehen davon aus, dass das neue Projekt gut ein Jahr später Ende 2020 in Betrieb genommen werden kann. Mitte 2017 soll das Vorgaben dem Kantonsparlament vorgelegt werden. Der Baubeginn ist für 2019 terminiert.