Warmweiss muss das Basler Licht sein. So zumindest schildern es die Industriellen Werke Basel, die für die Strassenbeleuchtung zuständig sind. Deshalb wurden Strassen und Quartier bislang vorwiegend von herkömmlichen Halogenlampen beleuchtet: Von sogenannten Natrium-Dampflampen und Halogen-Mitteldampfleuchten.

Alles andere, also zum Beispiel kaltes Weiss, werde von Stadtbewohnern als «störend grell» empfunden. Und genau das warf die energiesparenden und langlebigeren LED-Leuchten bislang aus dem Rennen. Zudem waren sie in der Anschaffung sehr teuer, so Erik Rummer, Sprecher der IWB. Für den Privatgebrauch sind klassische Halogenlampen schon länger aus dem Rennen.

Ersatz geht langsam voran

Ab 2020 soll sich das ändern. Dann werden die IWB vermehrt auf LED-Leuchten umsteigen. Denn mittlerweile seien erstens die gewünschten Lichtfarben erhältlich und zweitens zu ansprechenden Preisen. An einigen wenigen Orten prangen die Lichtlein seit 2017 schon: Dort, wo ohnehin komplett neue Leuchtmittel aufgestellt oder ersetzt werden müssen, wie etwa an der Rosentalstrasse, in der Delsbergerallee, in der Elisabethenstrasse oder in der Burgfelderstrasse, so Rummer.

2012 klang das noch anders. Auf eine entsprechende Anfrage aus dem Grossen Rat antwortete die Basler Regierung, dass kein geeigneter LED-Ersatz für herkömmliche Dampflampen bestehe. Dies auch, weil die professionellen Halogenlampen nicht mit jenen in Haushalten vergleichbar wären. Im gleichen Jahr allerdings rüsteten mehrere Baselbieter Gemeinden ihre Kandelaber mit LED-Leuchten auf.