Berets, Filzhüte, Käppis, Baseballkappen, Wollmützen, Kapuzen, Regenhüte, Stirnbänder und Ohrenschoner.

Wenn damit nicht alles gesagt ist. Das Wichtigste wohl schon: Das Wetter beim Ladärne-Ypfyffe war ein Riesenmist, um nicht zu sagen: ********! Das ist fies. Anfang Nachmittag sah es noch nach Frühling aus, man hätte glatt meinen können, dass da eine warme und sonnige Fasnacht auf einen zu kommt. Wobei der echte, der aktive Fasnächtler natürlich wusste, was ihm blüht. Wetterprognosen anschauen ist für ihn schon Wochen vor Beginn die Hauptbeschäftigung. Da guckt er stundenlang auf sein App und hofft, aus dem Wölkchen möge noch eine Sonne werden.

Trommeln als stummes Requisit

Der echte Fasnächtler wäre kein echter Fasnächtler, würde er Regen, Wind und Kälte nicht trotzen und sein Ding durchziehen. Das tat er auch am Sonntag am Abend, als es hiess: Raus in die Gassen mit den Laternen – und immer schön pfeifen dazu. Wobei die meisten Laternen verhüllt waren, die kleinen vor allem, sie kamen daher wie ihre Besitzer: mit Stoff auf dem Haupt.

Der eine oder andere Tambour hatte seine Trommel dabei, selbstverständlich nur so, zum Spass vielleicht, bestimmt aber nicht, um beim Ladärne-Ypfyffe zu spielen. Das wäre fast so, als würden Guggen am Morgestraich mitmachen oder als käme ein Mensch, ob aktiv, oder passiv, ohne Plakette daher.

Larven nur in den Schaufenstern

In den schmalen Gassen rund um den Spalenberg stand im Schäärme, wer Schäärme fand. Der Brunnen am Nadelberg zog die Fasnächtler fast schon magisch an, Dach sei dank, und auch vor den Toren der altehrwürdigen Häuser stand man eng zusammen. Passanten flanierten weniger durchs Städtchen als in anderen Jahren. Und wer die warme Stube trotz des ekelhaften Windes verliess, nutze den Stadtbummel, um sich die fasnächtlich dekorierten Schaufenster richtig anzusehen.

Denn das wird vom Määntig am vieri an nicht mehr so einfach möglich sein im Herzen der Grossbasler Altstadt. Und so schön die ausgestellten Larven auch sein mögen, jene mit Köpfen darunter werden ihnen die Show stehlen.

Berets, Filzhüte, Baseballkappen, Kapuzen, Regenhüte und Ohrenschoner werden die ersten beiden Tage noch nicht im Schrank landen. Für Mittwoch aber ist Sonne angesagt. Immerhin!