Basel-Stadt ist weitgehend ein Kanton der Mieter und deren Wohnungen sind, auch weil die Kantonsfläche dicht bebaut ist, teurer geworden. Doch auch die Wohneigentümer sind vom Preisanstieg auf dem Markt betroffen.

Eine am Freitag publizierte Studie zu den Wohneigentumspreisen des 1. Quartals 2019 in der Schweiz zeigt: In der Region Basel sind die Preise erneut angestiegen – teurer ist Wohneigentum nur noch in der Region Genfersee. Bei den begehrten Eigentumswohnungen im mittleren Preissegment sind die Preise in der Region Basel im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,3 Prozent angestiegen. In der Region Genfersee sind es 3,7 Prozent.

Über alle Segmente teurer

Insgesamt sind in der Schweiz die Preise für Eigentumswohnungen über alle Segmente hinweg um 1,5 Prozent gestiegen, bei den Einfamilienhäusern um 1,9 Prozent. Die Preisentwicklung sei dabei über alle Landesregionen ähnlich, schreiben die Raumplaner von Fahrländer Partner AG, welche die Untersuchung publizierten.

Ein Faktor, der zur Preissituation in Basel beiträgt, ist klar die dichte Bebauung, wie Andreas Zappalà, Geschäftsführer des Hauseigentümerverbands (HEV) Basel, bestätigt. Es sei auch festzustellen, dass Investoren derzeit bevorzugt Mietwohnungen bauen, da dort die Rendite im Gegensatz zu Wohneigentum höher sei.

Ältere Menschen suchen länger

Zudem stellt Zappalà erste Mangelerscheinungen im Bereich von Eigentumswohnungen der Mittelklasse, deren Ausbaustandard und Kosten in einem besonders für ältere Menschen angemessenen Verhältnis stünden. «Es handelt sich dabei oft um Leute, denen im Alter das Einfamilienhaus zu viel wird und die sich lieber eine Wohnung leisten», so Zappalà. Diese würden dann mangels Angebot eher aufs Land ziehen.

Dort zeigt sich die Lage insbesondere im Speckgürtel und den gut erschlossenen Zentrumsgemeinden aber ähnlich. Insofern stelle der HEV eine ähnliche Tendenz wie bei den Mietwohnungen fest: Je ländlicher, desto günstiger. Trotz aller Teuerung aber: So hoch wie zu Spitzenzeiten 2014 und den Neubewertungen im Jahr 2016 sind die Preise für Wohneigentum allerdings nicht mehr.