Herbschtmäss

Nicht so sexy, aber durchaus sinnvoll: «Für e suuberi Mäss!» – die wichtigsten Neuerungen im Überblick

Tempi passati: Der neue Freefall Tower (im Bild der alte) wird sich nicht mehr durch das berühmte Loch in der Messehalle schrauben.

Tempi passati: Der neue Freefall Tower (im Bild der alte) wird sich nicht mehr durch das berühmte Loch in der Messehalle schrauben.

Am 26. Oktober startet die 549. Herbstmesse. Die Vorbereitungen für die Basler Tradition haben bereits begonnen. An der diesjährigen Ausgabe wird es neben Bewährtem, einige Neuheiten geben, sowie ein Pilotprojekt.

Der Aufbau hat begonnen, die 549. Ausgabe der Herbstmesse nimmt langsam Form an. In zehn Tagen ist es wieder soweit, wenn das «Mässglöggli» auf dem Martinskirchplatz um 12 Uhr bimmelt. Auf sechs Aussenplätzen und der Hallenmesse buhlen heuer 497 Unterhaltungs-, Markt- und Verpflegungsangebote während zweier Wochen um die Gunst der Besucher. Neben Traditionellem wie dem Riesenrad oder dem Hääfelimärt auf dem Petersplatz locken 16 neue Attraktionen. So kommt in Basel erstmals der Freifallturm «Hangover Tower» zu stehen, in dem man aus 85 Metern Höhe in die Tiefe saust. Bei den Besuchern sind diese Türme besonders beliebt, weil sie in den vergangenen Jahren stets durch das berühmte Loch der Messehalle führten.

Damit ist vorerst Schluss: Sabine Horvath vom Standortmarketing sowie Manuel Staub, Leiter Messen und Märkte, sagten gestern an einer Medienorientierung, dass der «Hangover Tower» nicht durch das Loch sausen würde, sondern an einem anderen Ort auf dem Messeplatz eingerichtet werde. «Wir wollten dem Publikum wieder mal eine andere Perspektive und Aussicht bieten», sagte Horvath dazu.

Die Hallenmesse bleibt abgelegen – Halle 1 ist besetzt

Keine Änderungen gibt es, was die Hallenmesse betrifft: Diese findet wie bereits die vergangenen sechs Ausgaben in der Halle 3 an der Sperrstrasse statt. Messefans hören das nicht gerne: Sie monieren, es fehle trotz ein paar Ständen in der Isteinerstrasse die Anbindung zum Messeplatz; die Halle sei zu abgelegen. Auf die Frage, warum die Hallenmesse nicht in der Halle 1 direkt am Messeplatz stattfinden könne, sagte Horvath: «Das wäre aus Belegungsgründen nicht jedes Jahr möglich, wir wollten aber für jede Ausgabe denselben Standort.» Sie liess vor den Medien indes durchblicken, dass auch sie nicht ganz glücklich ist mit dem Standort: «Die Halle 1 war damals im 2013, als wir die Hallenmesse neu lancierten, durchaus die Wunschvariante.» Sie betonte aber, dass die Hallenmesse gute Besucherzahlen vorweise.

Warum ist es der Eigentümerin MCH Group nicht möglich, einem Basler Traditionsanlass den prominenteren Standort für seine Hallenmesse anzubieten? Sprecher Christian Jecker sagt auf Anfrage, dass die Halle mit der Herbstmesse über einen Zeitraum von mehreren Wochen belegt wäre. Ausserdem könnten Messen wie die aktuell stattfindende «Holz» aufgrund des Platzbedarfs nicht in Halle 3 durchgeführt werden.

Neben neuen Bahnen gibt es an der diesjährigen Herbstmesse ein weiteres Novum, das vielleicht nicht so sexy, aber durchaus sinnvoll ist: Im Rahmen des Pilotprojekts «Für e suuberi Mäss!» werden auf dem Kasernenareal und dem Barfüsserplatz insgesamt vier Stationen aufgebaut, die eine Trennung nach Restmüll, Pet, Alu und Glas ermöglichen. Horvath sagte, es ginge nicht darum, Jagd auf Abfallsünder zu machen, sondern die Besucher vielmehr für das Thema zu sensibilisieren. Der Abfallberg, der in den zwei Wochen während der Herbstmesse anfällt, dürfte riesig sein: Erwartet werden rund 1 Million Besucher.

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