Abriss
Nie benutzt: Abluftkamin auf der Erlenmatt wird doch noch zurückgebaut

Das Tiefbauamt bricht den nicht benötigten Nordtangente Abluftkamin auf der Erlenmatt ab kommendem Montag ab. Der stückweise Rückbau im Auftrag des Bundesamts für Strassen dauert voraussichtlich bis Mitte Juni 2018.

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Der Lüftungsturm muss verschwinden.

Der Lüftungsturm muss verschwinden.

Roland Schmid

Der 1997 für 3.5 Millionen Franken gebaute Abluftkamin über dem Ausgang des Horburgtunnels sollte mittels grosser Ventilatoren die Abgase aus dem Tunnel absaugen. Es wurde aber bereits während den Bauarbeiten klar, dass er vermutlich nie in Betrieb geht. Die Abgaswerte von Verbrennungsmotoren hatten sich seit der Baubewilligung von 1991 bereits stark verbessert. Deshalb war der Kamin bis heute nie im Einsatz. Um unnötige Instandhaltungskosten zu vermeiden, lässt das Bundesamt für Strassen den Kamin nun zurückbauen, heisst es in einer Mitteilung.

Bereits im Jahr 2014 sollte der Turm zurückgebaut werden. Ab kommenden Montag beginnen nun endlich die Vorbereitungen. Ab 23. Juli schneidet eine Fräse tagsüber den von Innen eingerüsteten Kamin Stück für Stück von oben nach unten in Betonscheiben. Ein Pneukran hebt die bis zu 60 Tonnen schweren Scheiben zwischen 20 Uhr abends und 5 Uhr morgens zu Boden, worauf sie tagsüber zerkleinert und abtransportiert werden können.

Aus Sicherheitsgründen ist die Ausfahrt aus dem Horburgtunnel in jenen Nächten gesperrt an denen Betonscheiben am Kran hängen. Die Demontage dauert voraussichtlich zwei Monate. Bis Ende September 2018 folgen die Aufräumarbeiten.

Die Bewohnerinnen und Bewohner des Tangentenwegs im Erlenmatt-Quartier würden durch den Abbruch nicht nur eine freiere Sicht sondern auch besseren Schutz vor Lärm erhalten, heisst es in der Mitteilung. Der bisherige Zaun beim Kamin werde nach dem Rückbau durch eine Verlängerung der bereits bestehenden Lärmschutzwand ersetzt.

Die Kosten für den Rückbau belaufen sich auf rund 700'000 Franken. Zwei Drittel der Kosten übernimmt der Bund, in dessen Besitz die Nordtangente und der Kamin sind. Die übrigen Kosten gehen zulasten des Kantons Basel-Stadt. Die Aufteilung entspricht dem altrechtlich für diesen Strasse

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