«Basel Wave»

Nix mit Surfen auf dem Rhein – Einsprachen verhindern künstliche Welle

Sie hätte die Attraktion auf dem Rhein sein sollen diesen Sommer. Jetzt fällt das Vorhaben vorerst, genau: ins Wasser. Mehrere Einsprachen liegen vor, die Macher aber geben nicht auf.

Basel wird doch nicht so schnell zum Surfer-Paradies. Anwohner verhindern mit Einsprachen den Start der «Basel Wave» auf der Grossbasler Rheinseite. Die Surf-Anlage, die künstliche Wellen erzeugt, ist rund 16 Meter breit und 25 Meter lang. Seit gestern sollte sie für rund drei Wochen probeweise auf der Grossbasler-Seite zwischen Johanniterbrücke und Feuerwehrboot postiert werden, mitten in der Schwimmzone. 

Die Verantwortlichen haben aber nicht mit den Anwohnern gerechnet. Gestern Mittwoch bei Ablauf der Einsprachefrist zählt das Basler Tiefbauamt bereits Einsprachen von mindestens fünf Parteien. Das schreibt die Gratiszeitung «20 Minuten». Dazu können noch mehr kommen. Die Frist für per B-Post verschickte Einsprachen endet erst in fünf Tagen.

Schon bei der Ankündigung des Projekts stiessen die Initianten, Event-Organisator Christian Müller und Projektpartner Alex Hatebur, nicht nur auf Wohlwollen. Daniel Meier, Präsident des Rheinbads Breite, erzählte der bz: «Ich wurde von den Schwimmern geradezu bestürmt, als das Projekt bekannt wurde. Viele bestanden darauf, sofort Einsprache zu machen.» Besonders ältere Schwimmer hätten sich über die Anlage beschwert. Nach einer Kontaktaufnahme mit den Initianten des Wellen-Projekts, habe sich die Situation aber wieder etwas beruhigt

So spektakulär wird die Basler Welle

So spektakulär sollte die Basler Welle werden.

Und auch die Basler Wasserfahrer hatten Einwände: Ihnen würde die Welle mitten im Trainingsweg stehen. «Mit uns wurde keine Rücksprache genommen», sagt Wasserfahrer-Verbandspräsident Gilles Kolb. Auch sie haben das Gespräch gesucht.

Wer nun Einsprache erhoben hat, ist unbekannt. Müller sagt zu «20 Minuten», dass die Einsprachen fast ausschliesslich aus dem Umfeld der Anwohner gekommen seien. «Wir hatten Kontakt mit einigen der Anwohner und werden jede Einsprache einzeln behandeln.»

Für Müller ist das aber kein Weltuntergang. Er bleibt zuversichtlich, dass die künstliche Welle doch noch kommen wird – einfach mit ein wenig Verspätung. Bereits im Mai sagte Müller zur bz: «Wir sind überzeugt, dass die Welle kommt. Wenn nicht dieses Jahr, dann 2019.»  Der finanzielle Schaden durch den Ausfall sei verkraftbar. (zam)

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