Untergebracht werden die Jugendlichen aus mehr als 45 Ländern bei Gastfamilien, Wohngemeinschaften und Einzelpersonen. Bisher stehen erst gegen 10'000 Schlafplätze bereit, wie die Organisatoren am Donnerstag in Basel vor den Medien sagten.

Zahlreiche Gastgeber haben sich inzwischen bereit erklärt, mehr als nur eine Person bei sich aufzunehmen. Die Ansprüche sind bescheiden: Weil die jungen Leute im Alter von 18 bis 35 Jahren einen Schlafsack mitbringen, braucht es nur zwei Quadratmeter trockenen Boden sowie vier Morgen- und ein Mittagessen.

Einen grossen Teil ihrer Zeit verbringen die Teilnehmenden des Treffens in Basel mit gemeinsamem Gebet, Gesang, Workshops und Essen. Dennoch gilt die Begegnung zwischen den Gastgebern und Gästen als wichtiger Bestandteil des Treffens. Deshalb soll auch nur im Notfall auf Turnhallen als Unterkunft zurückgegriffen werden.

Dreiländer-Grossanlass

Keineswegs müssen die Gastgeber besonders gute Christen sein. Willkommen sind laut den Organisatoren durchaus auch Atheisten oder Andersgläubige. Beim Treffen 2016 in der lettischen Hauptstadt Riga hatten rund 30 Prozent der Gastgeber keinen direkten Bezug zur Kirche gehabt.

Die jungen Menschen treffen am 28. Dezember teils in Basel, teils aber auch in Mulhouse F und Lörrach ein. Denn das 40. Treffen ist zugleich das erste trinationale. Ein Grossteil der Teilnehmenden reist mit rund 240 Bussen ins Dreiländereck.

Allein aus Polen werden 4900 Gäste erwartet. Auch die Ukraine stellt mit 2800 Jugendlichen eine der grössten Deputationen. Die Abreise ist auf den Neujahrstag vorgesehen.

Das Taizé-Treffen war 1978 in Paris zum ersten Mal durchgeführt worden. Nach Genf vor zehn Jahren ist Basel die zweite Schweizer Stadt, welche die Grossveranstaltung beherbergt.

Organisiert werden die Jugendtreffen von der im ostfranzösischen Ort Taizé ansässigen ökumenischen Mönchsgemeinschaft. Gegründet hatte diese 1940 Frère Roger Schulz, ein 2005 verstorbener Pastor aus dem Kanton Waadt.