Rheingasse

Noch keinen Kontakt mit der neuen Besitzerin: Die Zukunft der Grenzwert-Bar ist in der Schwebe

Diese Woche verkündete die Edith-Maryon-Stiftung, dass sie den abgebrannten «Schwarzen Bären» an der Rheingasse übernimmt. Doch was mit der Grenzwert-Bar geschieht, ist unklar. Betreiberin Cécile Grieder wurde von der neuen Hauseigentümerin noch nicht kontaktiert.

Am Donnerstag wurde bekannt, dass der «Schwarze Bären» an der Rheingasse in neue Hände übergeht: Per 1. Oktober übernimmt die Stiftung Edith Maryon, die unter anderem die Markthalle besitzt. Für die Nutzung des Gebäudes, das im August gebrannt hat, ist Franz-Xaver Leonhardt von der Krafft-Gruppe im Gespräch. Er betreibt in der Rheingasse das Hotel Krafft und die Weinbar «Consum».

Unklar ist, was für eine Rolle die Grenzwert-Bar nach dem Wiederaufbau spielen wird, die im «Schwarzen Bären» einquartiert gewesen war. Betreiberin Cécile Grieder betonte nach dem Brand, dass sie an die Rheingasse zurückkehren wolle.

Auf Anfrage sagt Sie nun: «Ich befinde mich mit Leonhardt in regem Austausch und gehe davon aus, dass das ‹Grenzwert› nach der Sanierung wieder einziehen kann.» Allerdings sei sie nicht von der Stiftung angefragt und auch nicht von Leonhardt über diese Entwicklung informiert worden, «was mich ein wenig irritiert. Ich bin der Meinung, dass bei einem solchen Prozess die bisherige Mieterschaft miteinbezogen werden sollte.»

Hier wird das Dach des «Schwarzen Bären» abgerissen

Hier wird das Dach des «Schwarzen Bären» abgerissen

Am 9. September 2019 begannen die Abrissarbeiten am abgebrannten Dachstock des «Schwarzen Bären». Die Arbeiten am Haus werden voraussichtlich noch über ein Jahr andauern.

Zimmer für temporäre Nutzungen angedacht

Leonhardt sagt, eine Kick-Off-Sitzung mit der Stiftung finde in den nächsten Wochen statt. «Frau Grieder und das ‹Grenzwert› haben die Rheingasse bereichert, und ich bin überzeugt, dass wir eine gute Lösung finden.»

In den oberen Stockwerken schweben ihm möblierte Appartements zur temporären Nutzung vor, «etwa für Schüler des Jazzcampus, ein cooler Ort mit gemeinsamer Küche und Aufenthaltsraum. Das passt zur Rheingasse». Damit ist auch klar: Sozialwohnungen wird es nicht mehr geben.

Autorin

Rahel Koerfgen

Rahel  Koerfgen

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