Schulstatistik
Noch nie gab es so viele Abschlüsse in Basel: Regierung will an Senkung der Quote festhalten

522 Maturzeugnisse sind dieses Jahr in Basel-Stadt ausgestellt worden. Doch das soll sich bald ändern.

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Insgesamt konnten 2018 von den Basler Schulen 1014 Maturitätszeugnisse ausgestellt werden.

Insgesamt konnten 2018 von den Basler Schulen 1014 Maturitätszeugnisse ausgestellt werden.

KEYSTONE

Wer in Basel-Stadt bis zu den Maturitätsprüfungen kommt, dessen Chancen stehen gut, letztlich auch das Zeugnis in Empfang nehmen zu dürfen. Die Erfolgsquote lag in diesem Jahr bei 98 Prozent, vergleichbar mit dem Vorjahr. Das zeigt die soeben veröffentlichte Maturitätsstatistik 2017/18.

Dabei ist die rekordhohe Basler Gymnasialquote seit Wochen und Monaten in den Schlagzeilen. 45 Prozent der Schülerinnen und Schüler treten 2018 ins Gymnasium ein. Vor einem Jahr waren es noch 36,3 Prozent, 2016 gar «nur» 35,3 Prozent. Auch mit dieser Quote stand Basel-Stadt schon an der Spitze der Kantone.

Für Conradin Cramer ist diese Quote viel zu hoch. Sie bilde nicht das tatsächliche Leistungsniveau ab, findet der Basler Erziehungsdirektor, weshalb die Schraube angezogen und die Voraussetzungen erschwert werden sollen. Ziel: Die Gymnasialquote soll runter auf 35 bis höchstens 40 Prozent und der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die in die Berufsbildung übertreten, entsprechend rauf.

Insgesamt konnten 2018 von den Basler Schulen 1014 Maturitätszeugnisse ausgestellt werden. 53 Prozent gingen dabei an Frauen. Das sind wieder deutlich mehr als noch im vergangenen Jahr mit 418. Das hänge allerdings vor allem mit der Schulharmonisierung zusammen, weshalb 2017 deutlich weniger Personen ihre Ausbildung am Gymnasium beendet hatten, wie das Erziehungsdepartement mitteilt.

Erfolgreich die Prüfungen bestanden haben an den sechs Basler Gymnasien und der Swiss International School in diesem Jahr 522 Maturandinnen und Maturanden. An den Berufsfachschulen konnten 346 ihr Berufsmaturitätszeugnis in Empfang nehmen. Und an der Fachmaturitätsschule erhielten 128 Personen das Fachmaturitätszeugnis.

Der erfreulichen Zahlen zum Trotz bleibt klar: Die Regierung möchte an ihren umstrittenen Massnahmen zur Senkung der Gymnasialquote festhalten. Die einschneidendste Massnahme betrifft die sechste Primarklasse. Wer ins Niveau P will, muss neu im Januar- und Juni-Zeugnis einen Notendurchschnitt von 5,25 erreichen. Verläuft alles nach Plan, gelten die neuen Regeln bereits für das nächste Schuljahr.

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