Bieterverfahren

Notverkauf – Konkursamt verscherbelt barfi.ch

Um für die Begleichung der Ausstände nun flüssige Mittel zu erhalten, greift das Basler Konkursamt zu einer unüblichen Massnahme.

Um für die Begleichung der Ausstände nun flüssige Mittel zu erhalten, greift das Basler Konkursamt zu einer unüblichen Massnahme.

Im Internet ist das Basler Onlineportal «barfi.ch» weiterhin aufgeschaltet und abrufbar. Doch seit vergangenem August ist der Redaktionsbetrieb eingestellt. Die Firma ist seit November in Liquidation, und einzelne Mitarbeiter warten weiterhin auf ihre Löhne.

Um für die Begleichung der Ausstände nun flüssige Mittel zu erhalten, greift das Basler Konkursamt zu einer unüblichen Massnahme: Im Rahmen eines Notverkaufs startet es einen freihändigen Verkauf der verbliebenen Aktiven. Dazu gehören Markenrechte wie «barfi.ch» oder «barfi.land» aber auch das gesamte Betriebssystem (Content Management System) samt den in den vergangenen drei Jahren produzierten redaktionellen Inhalten. Zudem die Rechte an der Website und den Apps, die Social-Media-Accounts sowie die Kundenbeziehungen. Anders gesagt: der ganze Betrieb ohne Personal und Büroinfrastruktur.

Initiant Christian Heeb war in den Monaten, bevor er das Handtuch warf, optimistisch, das System in Lizenz weiteren Anbietern verkaufen zu können. Heeb soll das Portal gar für einen Millionenbetrag «Telebasel» angeboten haben.

Nun hat das Basler Konkursamt den Mindestpreis auf geringe 50'000 Franken festgesetzt, wie aus dem aktuellen Kantonsblatt hervorgeht. Allfällig höhere Angebote seien der Konkursverwaltung schriftlich einzureichen. Die Frist, um beim Bieterverfahren mitzutun, läuft am Montag, 11. Februar, 12.00 Uhr ab.

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Autor

Christian Mensch

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