Novartis-Kahlschlag
Novartis macht Basler Regierung Zugeständnisse

Nach der Ankündigung von Novartis, in der Schweiz 1100 Stellen abzubauen, hat die Basler Regierung von der Konzernleitung «Zusicherungen» zu Vorgehen und Standort erhalten.

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Keystone

Ein Gespräch mit der Novartis-Führung sei konstruktiv verlaufen, teilte sie am Mittwoch mit. Die Regierung hatte um direkte Auskünfte gebeten. Am Gespräch nahmen unter anderem drei Regierungsmitglieder sowie Novartis-Chef Joseph Jimenez teil. Novartis habe versichert, dass die weitere Entwicklung des Konzerns in der Region Basel «nicht in Frage gestellt» sei. Alle Erweiterungsinvestitionen würden umgesetzt.

Novartis habe ferner versichert, dass die Zahl der Kündigungen tiefer liegen werde als jene der abzubauenden Stellen, zitierte die Kantonsexekutive weiter. Der Konzern wolle Umschulungen und interne Umplatzierungen sowie einen «fairen Sozialplan» anbieten. Basel solle der wichtigste Forschungsstandort des Konzerns bleiben. Grund für den Abbau sei der Medikamentenmarkt, nicht etwa Steuern in der Schweiz oder in Basel. Novartis habe die Leistungen der Uni Basel ausdrücklich anerkannt und sich zufrieden zur Zusammenarbeit geäussert - konkrete Projekte würden später mitgeteilt.

Nach der Abbau-Ankündigung des Konzerns vom 25. Oktober hatte der baselstädtische Wirtschaftsminister Christoph Brutschin beunruhigt reagiert, weil neben Produktions- und Administrations-Stellen auch 270 Forschungs-Stellen am Rheinknie verschwinden sollen. An der Forschung hänge die Zukunft des Standorts, sagte er damals zur Nachrichtenagentur sda. Insgesamt will Novartis in Basel 760 Stellen abbauen.