Pharma
Novartis plant offenbar Teilverkauf von US-Generikageschäft

Der Pharmakonzern Novartis soll laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg seine Pläne zum Verkauf von Teilen des US-Generikageschäfts noch ausweiten. Damit könnte der Konzern Geschäftsbereiche der Generika-Tochter Sandoz im Wert von 2 bis 3 Milliarden Dollar verkaufen.

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Keystone

Das berichtet Bloomberg am Freitag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Novartis hatte im Dezember bestätigt, über den Verkauf oder die Einstellung bestimmter Nicht-Kernprodukte nachzudenken.

Laut früheren Medienberichten soll das Dermatologie-Geschäft von Sandoz in den USA zum Verkauf stehen, das mit bis zu 1,5 Milliarden Dollar bewertet werden könnte. Dieses habe bereits zu einigem Interesse sowohl von Pharmaunternehmen wie von Private Equity-Firmen geführt, heisst es. Nun stelle Novartis bei Sandoz auch weitere wenig profitable Behandlungsfelder mit hohem Wettbewerbsdruck auf den Prüfstand.

Ein Novartis-Sprecher verwies am Freitag auf Anfrage der Finanznachrichtenagentur awp darauf, dass das Unternehmen kontinuierlich das Portfolio überprüfe. Dies schliesse auch die mögliche Veräusserung beziehungsweise Einstellung bestimmter Nicht-Kernprodukte sowie die Konzentration der Investitionen auf strategische Bereiche ein, die das Wachstum vorantreiben und den Zugang verbessern würden. Zudem sei klar, dass der US-Markt ein sehr wichtiger Markt für Sandoz sei und auch bleiben werde. Weiter würden die Meldungen nicht kommentiert.