Buhrufe aus dem Publikum und vernichtende Kritiken in den Medien: Das Drummeli letztes Jahr war ein Flop. Der Druck, es dieses Jahr besser zu machen, gross. Aber die Veranstalter können aufatmen: «Wir sind sehr zufrieden und glücklich, weil wir dieses Jahr nur positive und begeisterte Rückmeldungen hatten», sagt Drummeli-Chef André Schaad.

Trotzdem scheint sich das Publikum noch gut an die Vorstellung vor einem Jahr zu erinnern. «Der Ticket-Verkauf war dieses Jahr harzig», sagt Schaad. Natürlich gebe es das treue Stammpublikum, das sich nicht von einem schlechteren Jahr beeinflussen lasse. «Aber es gibt auch Besucher, die erst einmal die Medienberichte abwarten und diese Besucher waren in diesem Jahr sehr zahlreich», sagt Schaad. Die Vorstellungen waren nur zu 85 Prozent ausgelastet. «Das muss man immer in Relation sehen», betont Schaad. Im Musical Theater habe es Platz für 1500 Personen. Das jeden Abend zu füllen, sei schwierig. «Aber natürlich streben wir eine höhere Auslastung an und freuen uns, wenn wir vor der ersten Vorstellung schon ausverkauft sind.» Dieses Jahr hätten sie ab der Premiere noch rund 1500 Tickets verkauft und verlost. Die Derniere sei am Schluss ausverkauft gewesen. «Die Leute haben sich von uns überzeugen lassen.»

Hohe Erwartungen ans Charivari

Schon vor der ersten Vorstellung ausverkauft war das Charivari. Nach den Erfolgen der letzten Jahre seien die Erwartungen hoch gewesen. «Wir sind glücklich, dass wir sie erfüllen konnten», sagt Erik Julliard. Der Applaus der Zuschauer sowie die Medienberichte seien ein Zeichen für «die ausgezeichnete Arbeit aller Involvierten vor, hinter und auf der Bühne».

Stolz sind auch die Macher des Mimösli: «Wir sind sehr zufrieden. Die 40 Vorstellungen waren alle ausverkauft», sagt Produktionsmanager Niels Hauck. Die diesjährige Schlussnummer sei ein Experiment gewesen: eine Mischung aus Hip-Hop und Fasnachtsmusik. «Das ist immer ein Risiko, wie so etwas beim Publikum ankommt», sagt Hauck. «Vor der ersten Vorstellung ist man deshalb etwas angespannt.» Aber das Publikum war begeistert. Für das nächste Jahr heisst das also: «Wir machen mit dem Mimösli weiter wie bisher.»

Auf in die nächste Runde geht es auch fürs Fasnachtskiechli. «Der Vorverkauf geht schon bald wieder los», sagt Patrick Allmandinger. Dieses Jahr kauften 6000 Besucher ein Billett: «Das ist eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr», sagt Allmandinger. Vor allem die Schnitzelbänke seien beim Publikum gut angekommen.

Regierungsrat im Publikum

Auch die Lyyche, welche die Macher des Zofingerconzärtli dieses Jahr ausgegraben haben, konnten die Zuschauer begeistern. «Wir hatten ein tolles Publikum und viele positive Rückmeldungen», sagt Conzärtli-Präsident Franz Martina. Ein Highlight sei der Besuch von Regierungsrat Baschi Dürr an der Premiere gewesen. Ein Wermutstropfen hingegen, dass die beiden anderen Lyyche, Roger Brennwald und Doris Leuthard, das Conzärtli nicht besuchen konnten.

Helmut Förnbacher weiss genau, was das Publikum Jahr für Jahr ans Ridicule lockt: «Bei uns spürt man jeden Trommelschlag.» Der kleine Saal sei immer voll gewesen. «Es gibt bei uns aber immer ein paar Plätze für Zuschauer, die sich spontan entscheiden.» Ein Erfolgsrezept habe er nicht: «Wir gehen auf die Fasnacht ein und versuchen, dieses Gefühl in den Zuschauern zu wecken.»

Viel zu schnell vorbei

Das Pfyfferli hat dieses Jahr wegen der späten Fasnacht fast 20 Vorstellungen mehr gespielt als in anderen Jahren. Alle 69 waren ausverkauft. «Das ist keine Selbstverständlichkeit und freut uns sehr», sagt Caroline Rasser. Sie würde gerne noch weiterspielen: «Schade ist es am Sonntag schon wieder vorbei.»