Höhepunkt des Basler Cup-Finals war nicht etwa eine Aktion auf dem Platz, sondern die Bekanntgabe der offiziellen Zuschauerzahl durch den Platz-Speaker: Man bedanke sich bei rund 1200 Fans, liess er stolz verlauten. Zwar fand das Spiel tatsächlich vor einer anständigen Kulisse statt, ganz so viele waren es dann aber doch nicht.

Vielleicht war das auch ganz gut so, denn was die anwesenden Fans zu sehen bekamen, war bestenfalls Durchschnitt. Von der ersten bis zur letzten Sekunde wurde das Spiel von den hoch überlegenen Old Boys aus Basel dominiert – und auch in dieser Höhe verdient gewonnen.

Dem frühen 1:0 durch Briggs folgte Chance um Chance, bis der starke OB-Stürmer Barry in der 33. Minute endlich auf 2:0 erhöhen konnte. Colovic lancierte den Angriff mit einem seiner vielen herrlichen Zuspiele und ermöglichte Barry so den ersten seiner beiden Treffer. Arlesheim war in dieser Phase offensiv inexistent und dermassen unterlegen, dass man den Eindruck erhielt, dass selbst die Spieler nicht mehr so recht an eine Wende glaubten. Erst kurz vor Halbzeitpause tauchten auch die Blau-Weissen endlich einmal gefährlich vor dem OB-Tor auf. Benedikt Wyss knallte den Ball aber sinnbildlich fünf Meter über den Querbalken. Im Gegenzug setzte Colovic zu zwei Übersteigern an, legte sich den Ball auf den starken linken Fuss und schoss zum 3:0 ein.

Spätestens nach dem 4:0 kurz nach der Pause begruben wohl auch die grössten Optimisten ihre Hoffnungen. OB brachte das Spiel in der Folge gekonnt nach Hause und hätte mit etwas weniger Eigensinn gewisser Spieler vielleicht sogar noch erhöhen können. Am Ende blieb ein enttäuschter Arlesheim-Trainer Markus Zeller: «Das war einfach nicht unser Spiel, wir waren im Kopf irgendwie blockiert», meinte er und sah sein Team auch spielerisch unterlegen: «Praktisch alle Zweikämpfe gingen verloren, jeder Ball landete beim Gegner.»

Spielerische Überlegenheit

Santino Cambria, Trainer der Gelb-Schwarzen, hatte dann auch tröstende Worte für den Gegner übrig: «Wenn wir unsere Qualität umsetzen können, ist es keine Schande, gegen uns zu verlieren.» Er habe während 90 Minuten ein gutes Gefühl gehabt und sah sein Team sowohl läuferisch wie auch technisch klar überlegen.

Mit demselben Resultat endete auch der Frauen-Final am früheren Nachmittag. Ähnlich überlegen sicherte sich das Team von Concordia Basel gegen die Überraschungsmannschaft aus Bubendorf den Cup-Sieg.