Der Entscheid des Gerichts soll am 16. Mai fallen. Ein Zusammenschluss von anti-atomkraft-orientierten und ökologischen Gruppierungen aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz namens ATPN hatte das Gericht angerufen, nachdem das Verwaltungsgericht in Strassburg die sofortige Stilllegung abgelehnt hatte.

Der Ombudsmann betonte am Donnerstag, die Sicherheitsmassnahmen seien nach der Katastrophe im japanischen Fukushima verstärkt worden. Die französische Atomaufsicht (ASN) verfüge zudem über erhebliche Möglichkeiten, um das Atomkraftwerk zu kontrollieren und rasch zu intervenieren.

Die Anwältin der Dreiländerorganisation ATPN, Corinne Lepage, nannte diese Schlussfolgerungen veraltet. "Heute könnte Fessenheim wegen des Erdbeben- und Überschwemmungsrisikos nicht mehr gebaut werden - das schreibt die ASN im letzten Bericht", sagte die ehemalige französische Umweltministerin.

Im AKW Fessenheim, 35 Kilometer nördlich von Basel, laufen die beiden ältesten Druckwasserreaktoren Frankreichs. Seit Jahren sorgt die Anlage durch Pannen und Störfälle für Schlagzeilen. Der Sozialist François Hollande hatte nach seiner Wahl zum Präsidenten die Stilllegung versprochen.