1. Warum ausgerechnet Basel?

Die Schweiz hat 2014 den OSZE-Hauptsitz. Es war also klar, dass die Ministerratskonferenz hier stattfinden würde. Es gibt nur zwei Städte im Land, die die Infrastruktur haben, eine solche aufwändige Konferenz durchzuführen: Genf und Basel. Basel hat sich beim Bund beworben und den Zuschlag bekommen.

2. Warum während des Weihnachtsmarkts, wenn sowieso schon so viel los ist?

Die Ministerratskonferenz findet immer Ende Jahr statt. Die Basler Organisatoren sehen es als Glücksfall: So können sie die Stadt in bestem Licht präsentieren.

3. Warum braucht es das Militär und was macht es hier?

Das Kommando über den Gesamteinsatz liegt bei der Kantonspolizei Basel-Stadt. Sie wird unterstützt von Polizisten aus der ganzen Schweiz sowie von der Schweizer Armee. Zum Beispiel beim Sichern und überwachen von wichtigen Einrichtungen, beim Aufbauen von Zäunen, beim Personenschutz und – natürlich – beim Sichern des Luftraums.

4. Wie viele Sicherheitskräfte werden in Basel sein?

Das Militär bietet 3620 Mann auf – 2300 am Boden, 640 für die Luftüberwachung und 680 zur Unterstützung. Wird Basel also von Uniformierten überschwemmt? «Sie müssen diese Anzahl durch drei teilen», klärt Divisionär Andreas Bölsterli auf. Der Grund: Wegen des 24-Stunden-Betriebs müssen drei Schichten à acht Stunden abgedeckt sein. Wohnen werden Sie in ihren WK-Basen, vor allem in Solothurn, im Fricktal und im St. Jakob.

5. Droht Gefahr?

Nicht mehr oder weniger als an anderen vergleichbaren Konferenzen. Jedes Jahr findet ja in Davos das WEF statt. Im März ging in Montreux eine hochrangige Syrien-Konferenz über die Bühne. Die OSZE versteht sich als Friedensorganisation, die wenig Angriffsfläche bietet.

6. Wo kommt man noch durch und wo nicht?

Das Messezentrum wird drei Tage lang komplett dicht sein, die Gerbergasse einen Nachmittag lang für den Verkehr gesperrt (siehe Text oben). Ausserdem kann es zu kurzzeitigen Unterbrüchen kommen, wenn einer der Aussenminister transportiert wird, etwa vom Euro-Airport zur Messe.

7. Was hat die Konferenz sonst für Auswirkungen?

Es wird relativ viel Verkehr unterwegs sein. Nur schon, um die Soldaten von ihren Schichten abzulösen. Zudem dürfte man hin und wieder Helikopterlärm und Flugzeuge hören. Am Euro-Airport werden Flugzeuge ausserhalb der üblichen Ruhezeiten verkehren.

8. Wie viel kostet das Ganze?

Der Basler Steuerzahler muss insgesamt 2,8 Millionen Franken berappen, den Löwenanteil für die Sicherheit (2 Millionen). Der Bund bezahlt noch mal 10,7 Millionen Franken. Basel rechnet im Gegenzug mit einem Umsatz von 2 bis 3 Millionen Franken fürdie regionale Hotellerie und Gastronomie.

9. Wird man die hohen Politiker zu Gesicht bekommen?

Nein. Diese werden abgeschirmt und haben ein strenges Programm. Die Toppolitiker werden wohl kaum länger als 36 Stunden in Basel sein. Wer sich aber für die OSZE und Friedensthemen interessiert, kann aber eine der zivilen Begleitanlässe besuchen.