Als Moderator der Sendung «Pätagei» lässt der Basler Pät Stöpper Kinderherzen höherschlagen. In der neuen Staffel zeigen sich Nashörner, Giraffen und Elefanten aus nächster Nähe. Der Dreh fand nicht wie die vorangehenden Staffeln im Zoo statt, sondern in freier Wildbahn in Südafrika. Die Crew und Stöpper hatten vier Tage zu Verfügung um die zehn Folgen der aktuellen Staffel zu drehen. «Wir hatten abartig Glück», so der Moderator, denn trotz kurzer Zeit, habe sich bei jedem Tier ein spannendes Erlebnis ereignet.

Begegnungen in freier Wildbahn

Stöppers persönliches Highlight war die Begegnung mit einem Elefanten, der sich auf einer Walking Safari der Gruppe in den Weg stellte. Der Ranger stoppte die Gruppe und begann mit dem Elefanten zu kommunizieren. Tatsächlich folgte dieser dem Ranger und machte den Weg frei. «Es war unglaublich, so eine Art von Kommunikation in freier Wildbahn zu betrachten.»

Abenteuerlich sei auch die Begegnung mit den Nashörnern auf derselben Walking Safari gewesen. Unter Anleitung des Rangers schlichen Stöpper und die Crew von Busch zu Busch, um so möglichst nahe an die Wildtiere heranzukommen. «Dabei mussten wir sorgfältig auf Sonne und Wind achten, damit uns Schatten und Geruch nicht verrieten.» Die Arbeit hat sich gelohnt. Stöpper konnte die Nashörner bei der Fütterung ihrer Jungen beobachten.

Neben schönen und spannenden Ereignissen war die Zeit in Südafrika auch für Stöpper lehrreich. Er berichtet von dem Fangenspiel zweier Geparde, die er als «herzig» betrachtete. Der Ranger jedoch erklärte, dass dies ihr Training für die Jagd sei. Genau solche Anekdoten will Stöpper auch den Kindern weitergeben. «Ich hoffe, dass die Kinder während der Sendung immer wieder Aha-Erlebnisse haben.» Dadurch möchte er die Tiere den Zuschauern näherbringen und von einer «emotionalen» Seite zeigen. Dies soll die Sensibilisierung auf Nachhaltigkeit fördern.

Begeisterung für die Tiere

Stöpper, der seine Karriere bei «Radio Basilisk» begann, will auf Möglichkeiten aufmerksam machen, den Tier- und Naturbestand zu erhalten und zu schützen. Aus diesem Grund besuchten die Crew und der Moderator auch ein Rehabilitationszentrum für kranke Tiere. «Die meisten wurden durch Menschen verletzt.» Wilderei ist ein zunehmendes Problem in Südafrika. Wilderer töten drei Nashörner täglich, dies sind über 1000 Tiere im Jahr. Stöpper will zeigen, dass auch in der freien Natur Tier und Mensch gemeinsam leben können. Die zehn Sendungen porträtieren Löwen, Nilpferde, Giraffen, Nashörner und Geparde. Zudem zeigen sie Stöpper im Rehabcenter und die Crew unterwegs auf einer Nachtsafari.

Das Hauptziel der Sendung sei aber nach wie vor, die Kinder mitzureissen «und die Begeisterung weiterzugeben, die ich für die Tiere empfinde.» Auch neben der Kamera beschäftigt sich der Moderator mit Tieren. Mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen, dem einjährigen John und dem vierjährigen Jayden, besucht er regelmässig den Basler Zolli. «Tiere beruhigen mich, sie sind so friedlich.» Gleichzeitig wisse man aber nie, was als Nächstes geschehe. «Tiere sind wie eine Wundertüte voller Überraschungen.»