Bluetooth

Pannenserie bei Abstimmungen im Grossen Rat: Parlamentarier sendeten Störsignale

Der Grosser Rat funkt nicht richtig. (Archivbild)

Der Grosser Rat funkt nicht richtig. (Archivbild)

Die Parlamentarier verwenden immer mehr Bluetooth-Geräte. Das führt zu Verbindungsabbrüchen bei den Abstimmungsgeräten.

Kurz nachdem das Abstimmungsresultat zur Wiedereingliederung der Basler Verkehrsbetriebe auf dem Bildschirm im Grossen Rat erschien, bemerkte EVP-Grossrat Thomas Widmer, dass seine Stimme nicht gezählt wurde. Die Abstimmung fiel mit einer Stimme Unterschied zugunsten der Motionäre aus. Widmer hätte dagegen stimmen wollen. Sein Abstimmungsgerät hat nicht auf seine Berührung am Bildschirm reagiert. Das Problem: Das System ist nicht mehr das Jüngste.

2012 wurde es eingeführt, die Lebensdauer sei auf 10 Jahre angesetzt, sagt der Leiter des Parlamentsdiensts Beat Flury. Aufgrund des Alters reagieren die Geräte nicht wie Smartphones auf eine leichte Berührung, sondern müssen mit der ganzen Fingerbeere bedient werden. Daher komme es hin und wieder dazu, dass Voten nicht registriert werden.

Eine weitere Herausforderung seien Verbindungsabbrüche bei den Abstimmungsgeräten. «Das passiert in seltenen Fällen. Die Ursache dafür ist, dass im Grossen Rat immer mehr Geräte mit Bluetooth-Verbindungen und anderen Funkverbindungen verwendet werden, etwa Uhren, Telefone, Tablets und Computer. Diese führen teilweise zu Interferenzen, sodass die Verbindungen zu den Abstimmungsgeräten ganz kurz aussetzen», so Flury. Meistens würden die Abstimmungen dann allerdings nicht wiederholt, da das Resultat ohnehin meist eindeutig ausfällt.

Meistgesehen

Artboard 1