Die Polizei riegelte die Friedensgasse ab und liess keinen mehr hinein. Vor dem Haus, in dessen Hof sich die Moschee befindet, stand ein Auto der Sondereinheit Basilisk. Lange Zeit passierte – nix. Was war am Dienstagmorgen los in der berüchtigtsten Moschee von Basel? Jener Moschee, wo der Vater der Therwiler Schüler, die der Lehrerin den Handschlag verweigern, Imam ist?

In jener Moschee, die vor einer Woche in der «Rundschau» in Zusammenhang mit einem in Basel inhaftierten Islamisten genannt wurde? Und in der Fundamentalisten ein und aus gehen?

Bevor es zu wilden Spekulationen hätte kommen können, gab die Polizei Entwarnung: Zwei Männer seien mangels Papieren verhaftet worden. Sie hätten sich nicht ausweisen können. Vermutlich sind sie illegal im Land. Ein Hinweis aus der Bevölkerung habe das Migrationsamt vor zwei Wochen auf die Spur eines Mannes gebracht, der andere Mann sei zufällig vor Ort gewesen. Polizei und Staatsanwaltschaft hätten das Amt bei den Kontrollen unterstützt. Diese seien ruhig verlaufen.

Er war beliebt bei den Betenden

Angaben zur Herkunft der Männer machte die Polizei keine. Der Imam hingegen sprach mit der bz über die Herkunft eines Verhafteten. Dieser sei Algerier und habe vor längerer Zeit Asyl beantragt. Nachdem der Antrag abgelehnt worden sei, habe der Mann Zuflucht in der König-Faysal-Moschee gesucht. Dort habe er gewohnt, weil er nicht wusste, wohin er gehen sollte. Er sei bei den Moscheegängern beliebt.

Der Imam sagte auch: «Es war bekannt, dass er in der Moschee lebt.» Die Anlaufstelle für Sans-Papiers habe sich um ihn gekümmert. Dort weiss man nichts über diesen Fall, es kämen jedoch einige Algerier zur Anlaufstelle.

Über den anderen Verhafteten sagte der Imam nichts. Gemäss «20 Minuten» handelt es sich dabei um einen Skandinavier, der immer mal wieder in Basel sei und dann die Moschee besuche. Dass die Polizei mit einem Grossaufgebot vor Ort war, sei ein Routine-Vorgehen bei solchen Kontrollen und habe nichts mit den Medienberichten über die Vorgänge in der Moschee zu tun, sagt Polizeisprecher Martin Schütz.