Am 1. Oktober ist CH Media, das Joint-Venture von AZ Medien und den NZZ-Regionalmedien, gestartet – jetzt hat das neue Unternehmen erste personelle Weichenstellungen vorgenommen. Der bisherige Chefredaktor der «az Nordwestschweiz», Patrik Müller, wird Chefredaktor der Zentralredaktion von CH Media, er leitet zudem weiterhin die «Schweiz am Wochenende». Die bz mit ihrem neuen Chefredaktor Patrick Marcolli ist als eigenständiger Bereich in Zukunft direkt der Unternehmensleitung unterstellt.

CH Media gibt 22 Zeitungstitel in 13 Deutschschweizer Kantonen heraus, die über eine Gesamtauflage von 350'000 Exemplaren verfügen. Die zugehörigen Newsportale erreichen pro Monat über 2,5 Millionen Unique Clients. Gemäss der neuen Organisation verantwortet Patrik Müller neu die überregionalen Ressorts aller Zeitungen und News-Portale von CH Media. Bevor er Chefredaktor der «az Nordwestschweiz» wurde, war Müller ab 2007 Chefredaktor der «Schweiz am Sonntag», die 2017 in «Schweiz am Wochenende» überging. Rolf Cavalli ist neu Chefredaktor der «Aargauer Zeitung» und übernimmt die Gesamtverantwortung für die Zeitungen im Mittelland. Cavalli wird ausserdem die Gesamtleitung aller Nachrichten-Portale übernehmen.

Auch die Chefredaktoren der weiteren Regionen sind bekannt: Patrick Marcolli wird Chefredaktor für die Region Basel («bz Basel» und «Basellandschaftliche Zeitung»), er war davor Ressortleiter der «Basler Zeitung» und Kommunikationschef des Architekturbüros «Herzog & de Meuron». Verantwortlich für die Zentralschweizer Ausgaben ist Jérôme Martinu, bisher Chefredaktor der «Luzerner Zeitung», und verantwortlich für die Ostschweizer Ausgaben ist Stefan Schmid, bisher Chefredaktor des «St. Galler Tagblatts».

Publizistischer Leiter von CH Media und Mitglied der Unternehmensleitung ist Pascal Hollenstein, stellvertretender publizistischer Leiter ist Patrik Müller. «Ich bin froh, mit erfahrenen und inspirierenden Kollegen in die Zukunft starten zu können», sagt Hollenstein über die Führungscrew. Es werde zwar noch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, bis die Führung auch operativ übernehmen könne, denn zunächst seien eine Reihe von Projekten – von der Einführung einheitlicher Redaktionssysteme bis zur Angleichung der Layouts – abzuarbeiten. «Aber diese Crew bildet Gewähr, dass die wichtigen Projekte umsichtig und rasch umgesetzt werden. Und sie bildet Gewähr, dass wir uns neben all den Projekten um das kümmern können, was uns antreibt: Journalismus zu betreiben. Nahe an den Themen. Vor allem aber nahe an den Leserinnen und Lesern.»