Guggenkonzert

Pauken und Trompeten dominieren den Barfi

Es geht Schlag auf Schlag auf dem Barfüsserplatz: Die Schränze beehren die ganze Song-Palette von den ewigen Hits bis hin zu den Dominatoren der Charts.

Der Barfüsserplatz beginnt sich bereits eine Stunde vor Beginn des Guggenkonzerts um 19.30 Uhr zu füllen. Die Bühne der Gugge-IG ist bis auf einige Sicherheitsleute noch leer. Kinder tollen auf dem Barfi umher und geniessen das allgegenwärtige Fasnachtstreiben. Waggis streunen über den Platz und stopfen jeden, der aussieht, als hätte er noch nicht genug Räppli abgekriegt.

Die Tonkulisse ist auch schon vor den Konzerteinlagen der Guggen gigantisch. Alle fasnächtlichen Facetten und die wohl vertrauten Melodien vermischen sich zu einem grossen Ganzen. Und dann ist es endlich soweit: Die Messingkäfer betreten als erste Gugge die Bühne vor der Barfüsserkirche – der Heimat des Historischen Museums. Der Barfi ist Knall auf Fall rappelvoll. Auf der Suche nach einem möglichst guten Platz drängen sich immer neue Besucher durch die Menge.

Mehr und mehr Publikum

Die Messingkäfer, die heuer ihr 50-Jahr-Jubiläum feiern, bringen mit «Monday Morning» das Publikum in Bewegung. Allenthalben wird mitgesungen und mitgesummt. Kaum einer kann seinen Körper noch stillhalten. Eifrig wippen die Zuschauer im Takt der eingängigen Titel.

Nach drei Songs ist Schluss und schon marschieren die Rätsch-Beeri in ihrem grünen Aufzug unter eindringlichen Xylophon-Klängen ein. Die Gugge wurde 1980 von fünf Frauen als erste Guggenmusik für weibliche Spielerinnen gegründet und begeistert das Publikum, das sich trotz des prall gefüllten Barfi immer noch zu vermehren scheint.

«Z'Basel am mym Rhy»

Schlag auf Schlag wechseln sich die Auftritte ab. Kaum tritt eine Gugge ab, übernimmt auch schon die nächste. Der Major der abtretenden Gugge lässt es sich jeweils nicht nehmen, die Bühne mit einem Knicks an seinen Nachfolger zu übergeben.

Unter mächtigen Paukenschlägen und Trommelklängen laufen die Ventilatore auf der Bühne ein und bringen das Publikum erstmals so richtig auf Hochtouren. Die zahlreichen Binggis tanzen euphorisch mit.

Sie können sich nach ihrem Auftritt noch nicht ganz dem Genuss der anderen Guggen hingeben. Weil sie auf der Bühne der Gugge-IG nur zu Gast sind, steht ihnen später am Abend auch noch ein Auftritt auf der Bühne der FG am Marktplatz bevor. Seemannsstimmung verbreiten die Läggerli-Hagger. Die Matrosen fahren mitsamt einem Leuchtturm vor und heizen den Zuschauern mit der Nationalhymne «Z'Basel an mym Rhy» so richtig ein.

Nun brechen alle Dämme. Auf dem ganzen Barfi wird mitgesungen. Auch beim folgenden Titanic-Soundtrack «My heart will go on» wird es nicht leiser, die Stimmung droht keineswegs unterzugehen. Es wird auch am zweiten der drey scheenschte Dääg eine lange und stimmungsvolle Nacht im Herzen der Stadt.

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