Rechnung 2015
Pensionskassen-Ausgleich reisst Loch in Uni-Kasse

Die Rechnung 2015 der Universität Basel schliesst mit einem Defizit ab: Bei einem Aufwand von 745,1 Millionen resultiert ein Minus von 16,4 Millionen Franken. Dieses ist auf einmalige Einlagen in die Pensionskasse zurückzuführen, die auf Anfang 2016 reformiert wurde.

Céline Feller
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Universität Basel (Archiv)

Universität Basel (Archiv)

Keystone

Ein Minus von 16,4 Millionen musste die Universität Basel im Rechnungsjahr 2015 verzeichnen. Was auf den ersten Blick dramatisch wirkt, kann einfach erklärt werden: «Dieser negative Betrag hängt fast ausschliesslich mit dem Pensionskassen-Ausgleich zusammen», erklärt Verwaltungsratsdirektor Christoph Tschumi. Einen einmaligen Betrag von 15,2 Millionen Besitzstandkosten musste die Uni überweisen. Dies führte dann primär zum aussergewöhnlich grossen Loch von 16,4 Millionen bei einem Gesamtaufwand von 745,1 Millionen Franken. Im Jahr zuvor konnte die Uni noch ein Plus von 6,7 Millionen ausweisen. Der Pensionskassen-Ausgleich hatte auch bei den Personalkosten einen Mehraufwand von 28,4 Millionen zur Folge.

25 Prozent Drittbeiträge

Dem grossen Minus im Jahresergebnis steht mit 864,5 Millionen ein stattlicher Betrag in der Bilanzsumme gegenüber. «Das hängt mit den Immobilien zusammen. Diese werden immer in unserer Bilanz aufgeführt . So wird diese Summe in Zukunft noch deutlich steigen», erklärt Tschumi. Und auch bei den Beiträgen von Dritten konnte ein positives Ergebnis erzielt werden. Mit 158,6 Millionen Franken schrammte man nur knapp am Rekordjahr 2010 vorbei, in dem man 159,3 Millionen erhalten hatte. «Die Drittmittel machen somit 25 Prozent aller Mittel aus, was uns in diesem Bereich zu der besten Uni in der ganzen Schweiz macht», betont Ueli Vischer, Präsident des Universitätsrats. Die beiden Trägerkantone Basel-Stadt und Baselland finanzierten mit ihren Beiträgen von 325,1 Millionen 46 Prozent des Gesamtertrages. Weitere 96 Millionen Franken steuerte der Bund bei und die Kantone, die Studierende nach Basel schicken, zahlten mit 73,3 Millionen weitere 10,3 Prozent.

Neben diesen positiven Zahlen nahm auch die Anzahl Studierender weiter zu. 12 729 Studierende und somit 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr waren im Herbstsemester 2015 an der Uni Basel immatrikuliert. Dass 3000 davon aus dem Ausland kommen, zeige, wie wichtig der Standort Basel sei, betont Andrea Schenker-Wicki, seit August 2015 Rektorin der Uni Basel. Mit ihren ersten neun Monaten zeigte sie sich allgemein sehr zufrieden.