Mitarbeiter der Robi-Spiel-Aktionen und eine Gruppe Sympathisanten haben am Mittwoch dem Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer eine Petition übergeben, welche fordert, dass der Verein breiter abgestützt werde. Rund 2300 Personen hätten diese Petition unterschrieben.

Hintergrund ist ein seit längerem schwelender Streit zwischen dem Verein Robi-Spiel-Aktionen, welcher in der Region eine Vielzahl an Spielplätzen, Tagesstrukturen und weiteren Angeboten in der Kinder- und Jugendarbeit anbietet, und der Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige Basel (GGG). Die GGG stellt die einzigen Mitglieder im Verein Robi-Spiel-Aktionen und kann so – obwohl sie mit 100'000 Franken nur einen Bruchteil des 12-Millionen-Budgets finanziert – faktisch frei schalten und walten.

Forderungen werden geprüft

Aufgebrochen ist der Konflikt, als bekannt wurde, dass in der Jahresrechnung 2016 eine halbe Million Franken einberechnet wurde, die nicht werthaltig ist. Damit rutscht der Verein in die roten Zahlen. Als Reaktion übernahm die GGG das Ruder und wollte den langjährigen Robi-Geschäftsführer Andreas Hanslin zurückstufen. Dieser reichte die Kündigung ein. Als Reaktion stiegen die Mitarbeiter auf die Barrikaden. Die bz berichtete vor zwei Monaten erstmals über die Krise.

Mittlerweile scheinen sich die Fronten aufzuweichen. Am vergangenen Freitag fand ein runder Tisch statt, an dem Vertreter der GGG, des Vorstands der Robi-Spielaktionen sowie mit dem Erziehungsdepartement und der CMS die beiden wichtigsten Geldgeber, teilnahmen. Unter Einbezug der Robi-Geschäftsleitung sollen nun die Fragen und Forderungen der Mitarbeiter geprüft werden.