«HMB – Geschichte bewegt», so lautet die neue Dachmarke inklusive des neuen Slogans der vier Ausstellungshäuser des ehemaligen Historischen Museum Basel seit Mitte Dezember. Im Zuge dieses «Rebrandings» wurden auch die einzelnen Ausstellungshäuser umbenannt: Aus der Barfüsserkirche wurde das Museum für Geschichte, aus dem Musikmuseum das Museum für Musik, aus dem Kutschenmuseum das Museum für Pferdestärken und aus dem Haus zum Kirschgarten das Museum für Wohnkultur.

Beim HMB ist man mit der Neubenennung zufrieden: «Bisher haben wir vor allem positive Rückmeldungen erhalten», sagt Eliane Tschudin, Leiterin Marketing und Kommunikation. Wie vielen Besucherinnen und Besucher das Rebranding bereits aufgefallen sei, sei allerdings schwierig zu sagen. «Wir planen diesbezüglich, zu einem späteren Zeitpunkt eine Umfrage durchzuführen.»

In einem ersten Schritt hat das HMB auf seiner Neujahrskarte an rund 300 unterstützende Personen und Institutionen und mit dem hauseigenen Quartalsprogramm «HMB aktuell» im neuen Corporate Design auf die Neubenennung aufmerksam gemacht. Weitere Aktionen werden mit Plakatierungen und im Rahmen der Museumsnacht folgen.

Missverständnis um Barfüsserkirche

Für viele war die Barfüsserkirche bis anhin gleich bedeutend mit dem Historischen Museum Basel. Daher könnte die neue Bezeichnung Museum für Geschichte irritieren. «Das war schon immer ein Missverständnis», sagt Tschudin. Dieses begründe unter anderem darauf, dass der Schriftzug in grossen Lettern am HMB-Hauptgebäude Barfüsserkirche prange. «Diesen werden wir aber sicher über kurz oder lang abmontieren.»

Im Rebranding-Prozess, der in seiner Umsetzung noch nicht abgeschlossen ist, geht es dem HMB auch um eine Vereinheitlichung. Waren zuvor die Bezeichnungen zweier Museen auf ihren Standort (Barfüsserkirche, Haus zum Kirschgarten) bezogen, so sind es neu die Ausstellungs-Inhalte, die die Bezeichnung ausmachen.

Das «Museum für Pferdestärken»

Dabei fällt das Museum für Pferdestärken etwas aus dem Rahmen: «Das ist bestimmt keine alltägliche Bezeichnung», sagt Tschudin. Man sei aber zum Schluss gekommen, dass diese die Witzigste sei. «Schliesslich liegt der Ursprung der Pferdestärken in den Kutschenpferden.» Dieser Meinung ist auch Michael Gabriel, Managing Director Zürich beim Markenspezialisten Interbrand: «Es gibt heutzutage so viele Medien und Freizeitangebote. Die Bezeichnung Museum für Pferdestärken wirkt etwas anachronistisch, hat aber eine Bedeutungsebene, die neugierig macht.»