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Pharmakonzern Basilea erhält Zulassung für Lungenentzündungsmedikament

Die Zulassung in der Schweiz ist den Angaben gemäss derzeit bei der Heilmittelkontrollstelle Swissmedic in Prüfung.

Die Zulassung in der Schweiz ist den Angaben gemäss derzeit bei der Heilmittelkontrollstelle Swissmedic in Prüfung.

Das Basler Pharma- und Biotechunternehmen Basilea hat für sein Antibiotikum Ceftobiprol in Europa die Zulassung zur Behandlung von im Spital und ambulant übertragenen Lungenentzündungen erhalten.

Die nationalen Zulassungen seien in den nächsten Monaten vorgesehen, teilte Basilea am Mittwoch mit. Die Zulassung gilt nicht für die Behandlung von Lungenentzündungen, die unter mechanischer Beatmung auftraten.

Die Zulassung in der Schweiz ist den Angaben gemäss derzeit bei der Heilmittelkontrollstelle Swissmedic in Prüfung. Das Basilea-Antibiotikum soll gegen viele Erreger wirken, darunter auch solchen, die gegen Penicillin resistent sind.

Ceftobiprol ist der zweitwichtigste Hoffnungsträger in der Pipeline von Basilea. Für das Antipilz-Mittel Isavuconazol hatte Basilea im Mai in den USA den Orphan-Drug-Status erhalten. Das bedeutet, dass das Mittel nach der Marktzulassung eine siebenjährige Marktexklusivität geniessen würde.

Wie Basilea im August bekanntgab, endete das erste Halbjahr 2013 in den roten Zahlen, weil sich die Medikamente des Unternehmens noch im Zulassungs- oder Entwicklungsprozess befinden. Der Verlust belief sich auf 17,3 Mio. Fr. und damit genau auf die Hälfte der Vorjahresperiode.

Unter anderem arbeitet Basilea auch an einem Wirkstoff gegen die Resistenzentwicklung von Bakterien, welche für Säuglinge in Geburtsstationen gefährlich sein können.

Die im Spital erworbene Lungenentzündung ist eine der häufigsten Spitalinfektionen. Sie ist verantwortlich für ein Viertel aller Infektionen in Intensivstationen und mit einer hohen Sterblichkeit verbunden.

Ambulant übertragene Lungenentzündungen sind recht häufig und führen in 60 Prozent der Fälle zu einer Spitaleinweisung und intravenöser Antibiotika-Behandlung. Ein grosses Problem bei diesen Erkrankungen ist gemäss Basilea das zunehmende Auftreten von Keimen, die gegen zahlreiche herkömmliche Antibiotika resistent sind.

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