Das Erste von 17 Konzerten spielte Philipp Poisel. Er eröffnete mit seinem Song «Froh dabei zu sein». Danach begrüsste er das fröhliche Publikum enthusiastisch: «Es ist grossartig, hier zu sein». Im 13. Jahr des Kulturflosses sollten vermehrt die älteren Generationen angesprochen werden, was bereits beim Blick auf das Programm deutlich wurde.

Nachdem in den letzten Jahren vor allem jüngeres Publikum ans Rheinbord gepilgert ist, um den lokalen Bands zu lauschen, sollen dieses Mal mehr gestandene Schweizer Musiker kaufkräftige Kunden ans Floss locken. Dieses Jahr setzt das Team um Tino Krattiger zudem auf Schweizer Hip-Hop-Pioniere und Bands, die zwar in kleinen Kreisen bekannt , aber der breiten Öffentlichkeit noch kein Begriff sind.

Viele Deutsche im Publikum

Beim ersten Konzert war vom älteren Publikum noch nicht viel zu sehen. Dafür zog Poisel viele Deutsche an. Dies ist nicht weiter verwunderlich, schliesslich gehört der Wahl-Stuttgarter Philipp Poisel zur neuen Generation der «Deutschpoeten» und wird in einem Atemzug mit Clueso und Tim Tim Bendzko genannt.

Unter Vertrag ist er beim Label der Pioniere seines Faches: Herbert Grönemeyers Grönland Records. Auch wenn er wahrscheinlich nicht allen Flossbesuchern ein Begriff ist, Poisel rührt das eher junges Publikum mit seinen romantischen, manchmal arg in Pathos und Kitsch abdriftenden Texten. Am Ende kommen die Matrosen und sammeln Spenden. Es ist eigentlich wie immer auf dem Floss, vielleicht ruhiger.