Die Pilotprojekte sind vorerst auf drei Jahre angelegt und sollen rund 52 geeigneten Patientinnen und Patienten offenstehen. Diese, die bisher stationär in den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK) behandelt wurden, sollen früher nach Hause zurückkehren und sich ambulant psychiatrisch betreuen und begleiten lassen können, wie die Regierung am Freitag mitteilte.

Ziel der Pilotprojekte sei, psychisch schwer kranke Menschen in ihrem angestammten Umfeld zu therapieren. Zudem solle der Übergang von der stationären in die ambulante Behandlung nahtloser gestaltet werden. Die Patienten sollen "ein möglichst selbständiges Leben in der grösstmöglichen Qualität führen", lässt sich UPK-CEO Anne Lévy zitieren.

"Home Treatement" ist beim einen Pilotprojekt vorgesehen als "Übergangsbehandlung vom stationären in den ambulanten Rahmen" während maximal drei Monaten. Ein "multiprofessionelles Behandlungsteam" soll jeweils Patienten und Angehörigen helfen, besser im Alltag zurecht zu kommen.

Beim zweiten Pilotprojekt haben die UPK jene kleine Patientengruppe im Visier, welche die Ressourcen überdurchschnittlich in Anspruch nehmen. Hier geht es um eine "langfristige, potenziell zeitlich unbegrenzte ambulant-aufsuchende Behandlung", welche Betroffene stabilisieren und Wiedereintritte vermeiden soll.

Die Pilotprojektkosten von 1,4 Millionen Franken im Jahr soll der Grosse Rat aus der Kantonskasse gutheissen. Dem stünden Einsparungen von jährlich 3 Millionen netto gegenüber, davon 1,55 Millionen beim Kanton und 1,43 Millionen bei Versicherern. Es handle sich um international anerkannte Therapieformen, hiess es weiter.