Schwimmbad Eglisee

Plakate sollen den Badefrieden im «Fraueli» sichern

Die Piktogramme erklären die Regeln im Frauenbad Eglisee.

Die Piktogramme erklären die Regeln im Frauenbad Eglisee.

Muslimas beschwerten sich im Frauenbad Eglisee über die männlichen Bademeister und gingen drum bekleidet in den Pool, was wieder andere Gäste störte. Häufig kam es zu Auseinandersetzungen. Nun zeigen Piktogramme klar die Regeln.

Die Piktogramme im Schwimmbad Eglisee sind ziemlich unmissverständlich und mahnen dazu, sich nur im Badekleid ins Becken zu stürzen. Knaben dürfen nur bis zum Alter von sechs Jahren ins Fraueli und am Wichtigsten: Es kann vorkommen, dass männliches Personal das Fraueli betritt.

Mit diesen neuen Hinweistafeln versucht das Basler Sportamt, einen interkulturellen Zwist zu entschärfen, der in den letzten Jahren immer wieder zu hitzigen Diskussionen und teilweise sogar Handgreiflichkeiten geführt hatte.

Die Wurzel des Problems: strenggläubige Musliminnen wollten sich im Fraueli geschützt vor Männerblicken sonnen und baden. Die Frauen stammen zu einem guten Teil aus dem grenznahen Frankreich. Wenn nun Knaben oder gar ein Badmeister das Frauenbad betraten, regten sich einige der Damen darüber enorm auf.

Um zu vermeiden, in unzüchtiger Kleidung erwischt zu werden, waren dann einige von ihnen dazu übergegangen, ihre Kleider anzubehalten. Nicht nur beim Sitzen auf der Wiese, sondern auch beim Baden. Das hatte wiederum nichtmuslimische Schwimmerinnen auf die Palme gebracht, die das Schwimmen in Strassenkleidung für unhygienisch erachteten.

Nun sollen die Plakate und eine ausgebildete Mediatorin für Ruhe sorgen. Die Regeln seien «verbindlich und nicht verhandelbar», steht auf den Plakaten klar. (dre)

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