Nach der Wasserschlacht 4057 vs. 4056 war der Boden der Dreirosenbrücke mit Plastikabfall übersät – in erster Linie von zerplatzten Wasserballonen. Ein Teil davon landete gar im Rhein. Anwohner ärgerten sich vor allem darüber, dass die Teilnehmer ihren Müll nach der Veranstaltung nicht weggeräumt hatten.

Nun bestätigt auch Dominik Egli, Leiter der Stadtreinigung, dass die Brücke «ziemlich» mit zerplatzten Ballons übersät gewesen war. Eine Sonderschicht seiner Truppen sei aber nicht nötig gewesen: «Wir haben die Brücke am Sonntagmorgen im Rahmen der Wochenendreinigung gereinigt. Der Zusatzaufwand belief sich auf zwei Mitarbeiter und je eine halbe Stunde Arbeit.»

An der Wasserschlacht unter anderen teilgenommen hatte Nationalrätin Sibel Arslan (Basta)*. Die Nationalratskandidatin reiste mit ihrem Wandersofa unter dem Motto «Trinken mit Linken» an, um die Nähe der Bürger zu suchen. Wie sich die Sauerei nach der Wasserschlacht mit dem Engagement der Basta für den Klimaschutz vereinbaren lässt, ist nur schwierig zu erklären.

Sibel Arslan sagt: «Nach der Veranstaltung hat meine Gruppe den Müll um sich herum weggeräumt. Ausserdem kamen bei uns ausschliesslich Wasserpistolen und Eimer mit Wasser gefüllt zum Einsatz.» Die Kritik der Anwohner sei aber berechtigt, so Arslan weiter. Laut ihren Infos seien die Wasserballone teilweise biologisch abbaubar gewesen. «Trotzdem sollte nach der Veranstaltung für die Abfallentsorgung eine gute Lösung gesucht werden.» Sie gibt aber auch zu bedenken, dass Grossanlässe wie die Fasnacht oder «Em Bebbi sy Jazz» – «die ich sehr schätze» – noch viel mehr Littering generieren. Dann reagiere die Stadtreinigung mit Sonderschichten.

Der Artikel von gestern liess auf der Facebook-Seite der bz die Wogen hochgehen. Viele forderten eine Extra-Schicht der Stadtreinigung und dass man diese den Organisatoren in Rechnung stellt.

 

*In einer früheren Version dieses Artikels schrieb die bz, dass Basta-Co-Präsidentin Tonja Zürcher ebenfalls an der Wasserschlacht teilgenommen hat. Zürcher hat sich nach Redaktionsschluss bei der bz gemeldet und dies dementiert.