Schwimmflächen

Platznot in Basler Bassins: Roche hilft nicht aus

Basel kriegt kein zweites Hallenbad.

Basel kriegt kein zweites Hallenbad.

In keiner anderen Schweizer Stadt gibt es weniger Platz zum Schwimmen als in Basel. Dies geht aus einem Vergleich hervor, der im jüngsten Bericht der Finanzkommission (Fiko) des Grossen Rats publiziert wurde. Zürich hat sieben Hallenbäder, Genf und Bern je drei. Pro Einwohner stehen den Zürchern, Bernern und Genfern je 0,1 Quadratmeter Schwimmfläche in Hallenbädern zur Verfügung – das ist doppelt so viel wie die Basler haben.

Basel-Stadt hat zwar im vergangenen Jahr eine Standortsuche und eine Machbarkeitsstudie über 160000 Franken in Auftrag gegeben, aber ohne konkrete Ergebnisse. Simon Thiriet, Sprecher des Basler Erziehungsdepartements, sagt, man konzentriere sich bei der Suche nach einem Standort für ein zusätzliches Hallenbad auf das Entwicklungsareal Klybeck. Bis zu einer allfälligen Eröffnung eines neuen Hallenbads im neuen Stadtentwicklungsviertel dürften aber noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte ins Land ziehen.

Einen zusätzlichen Dämpfer erhalten die Basler Behörden nun von der Roche. Gemäss Fiko-Bericht stünde eine «zeitweise erweiterte Öffnung der Schwimmhallen der Roche in Abklärung». Auf Anfrage sagt Roche-Sprecher Karsten Kleine nun aber: «Das Hallenbad ist klein, hat nur ein Becken und eignet sich grundsätzlich nicht für die Nutzung durch eine breite Öffentlichkeit.» Auch künftig würde das Hallenbad nur «von Roche-Angestellten, deren Familienangehörigen sowie den Nachbarn aus dem Quartier benutzt».


Die parlamentarische Finanzkommission zeigt sich erstaunt über dieses Defizit an Schwimmflächen. Sie empfiehlt dem Erziehungsdepartement, «die Situation und ihre Hintergründe zu analysieren und erwartet, dass nach weitergehenden und langfristigen Lösungen gesucht wird».

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