Vertreter der Deutschen Bahn (DB) informierten am Mittwoch in Schaffhausen über die Ursachen der zahlreichen Störungen auf der Hochrhein-Bahnstrecke zwischen Basel und Schaffhausen. Ausserdem berichteten sie über Massnahmen, die Verbesserungen bringen sollen oder schon gebracht haben. Dabei wurde klar: In den Wochen nach der Inbetriebnahme der Doppelspurstrecke kam es zu einer fatalen Kombination von Pleiten, Pech und Pannen.

Erstens waren noch nach Inbetriebnahme der Doppelspurstrecke verschiedene Arbeiten an der Bahnstrecke im Gange. Wegen diesen mussten die Züge langsamer fahren - es resultierten Verspätungen von mehreren Minuten. Die letzten der noch ausstehenden Arbeiten sollen nun Anfang Dezember abgeschlossen sein.

Zweitens: Auf der Strecke Schaffhausen - Erzingen ist teils altes Diesel-Rollmaterial unterwegs. Hier kam es laut den DB-Vertretern zu Fahrzeugstörungen und -ausfällen. Die Fahrzeuge wurden repariert und die ganze am Hochrhein eingesetzte Flotte speziell kontrolliert. Ab Fahrplanwechsel am 15. Dezember werden zwischen Schaffhausen und Erzingen neu Elektrotriebzüge eingesetzt.

Drittens kam es zu einer ganzen Reihe von Zwischenfällen, für welche die Bahn nicht verantwortlich gemacht werden kann, weil sie sie nicht beeinflussen konnte: Notarzteinsätze im Zug, Feuerwehreinsätze an der Strecke, Unfälle mit Wildtieren, behördlich angeordnete Streckensperrungen wegen Personen auf dem Gleis sowie Störungen und Unfälle, die von Dritten verursacht worden waren.

Mitte Oktober feierten SBB und DB das 150-jährige Bestehen der Hochrheinstrecke zwischen Schaffhausen und Basel. Die eidgenössischen Räte wünschen eine Aufwertung der Strecke. Sie haben den Bundesrat mit der Ausarbeitung einer entsprechenden Vorlage beauftragt.