Dieser Vorfall war der gravierendste, den die Polizei zu Beginn der Basler Fasnacht zu verzeichnen hatte. Der Fasnachtsmontag sei tagsüber für die Blaulichtorganisationen eher ruhig verlaufen, nach Mitternacht sei jedoch die Post abgegangen, teilte das Justiz- und Sicherheitsdepartement am Dienstag mit.

Ereignet hatte sich die Attacke gegen einen Polizisten um 02.30 Uhr in der Schneidergasse. Eine Dreierpatrouille wurde zuerst von einem 30-jährigen Schweizer und dann von einer Gruppe von rund 30 Männern zunächst massiv verbal und schliesslich tätlich angegriffen. Ein Polizist wurde durch einen Fusstritt am Ellbogen verletzt.

Mit Unterstützung weiterer Patrouillen konnte die Polizei die Schlägerei beenden und den Rädelsführer festnehmen. Er hatte 2,2 Promille Alkohol intus und Marihuana bei sich.

Er werde sich wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte, qualifizierte Diensterschwerung, Körperverletzung und weiterer Delikte verantworten müssen, heisst es im Communiqué. Zudem muss er die Reinigung der Zelle aufkommen, die er absichtlich verkotet hat.

Neben diesem Vorfall kam es nach Mitternacht zu weiteren unschönen Szenen, Tätlichkeiten und Schlägereien. Vier Personen mussten ihren Rausch auf dem Polizeiposten ausschlafen. Die Sanität kam in den Abend- und Nachtstunden auf 40 Einsätze.

Weiter wurden der Polizei bis Sonnenaufgang am Fasnachtsdienstag von Fasnächtler acht verschwundene Larven, eine gestohlene Trommel sowie ein Dutzend weitere Diebstähle von Fasnachtsrequisiten gemeldet. Letztere tauchen jedoch im Lauf der Zeit oft wieder auf, weiss die Polizei aus Erfahrung.