Um einen Hund aus einem überhitztem Auto zu befreien, haben Polizisten in Basel am Montag die Scheibe eines Autos eingeschlagen. Der Hundehalter, der seinen Alaskan Malamute in seinem Auto eingesperrt hatte, wird verzeigt. «Wer Tiere in einem überhitzten Auto zurücklässt, macht sich der Vernachlässigung und der Tierquälerei strafbar», teilt die Kantonspolizei am Dienstag mit. Das Tier wurde dem Veterinäramt übergeben.

Wo das Auto mit dem eingesperrten Hund gestanden hatte, werde aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht genannt, wie Mediensprecher Martin Schütz auf Anfrage erklärte. In diesem Jahr sei es das erste Mal gewesen, dass Polizisten einen Hund auf diese Weise befreien mussten. Solche Fälle seien sehr selten. «Es kommt allerdings ab und an vor, dass die Mitarbeiter der Diensthundegruppe wegen eingesperrter Tiere gerufen werden. Oft finden sich dann aber die Halterinnen und Halter oder die Tiere sind nicht mehr in den Fahrzeugen.»

Hitze tötet! Eine neue Plakatkampagne will Hunden das Leiden in heissen Autos ersparen.

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Fenster offen lassen, reicht nicht

Tiere sollten bei sommerlichen Temperaturen nicht unbeaufsichtigt in Fahrzeugen zurückgelassen werden, rufen die Behörden in Erinnerung - «auch nicht in einem vermeintlich kühlen Parkhaus oder unter einem Schatten werfenden Baum». Zudem sei es nicht ausreichend, das Fenster einen kleinen Spalt breit offen zu lassen, da die Luftzirkulation viel zu gering sei. Und auch genügend Trinkwasser sollte stets mitgeführt werden, wenn ein Tier transportiert wird. (jan)