Der Volksmund weiss: Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr. Doch was für die Menschen gilt, stimmt nicht für Elefanten-Bullen. Für sie ist es bereits schwierig, Vater zu werden. Das muss zur Zeit der 14-jährige Elefanten-Bulle Yoga vom Zoo Basel spüren: Seit Jahren gelingt es ihm nicht, Nachwuchs zu zeugen: «Es ist gar nicht so einfach, vier Tonnen Körpergewicht auf die zwei Hinterbeine zu stellen, wie es für den Paarungsakt nötig ist», sagt Tanja Dietrich vom Zoo Basel auf Anfrage der az.

Laut «Tierwelt» kommt Yoga bei der 16-jährigen Maya zwar oft in Fahrt: «Er steigt auf die Hinterbeine, hält sie fest, schachtet aus», schreibt die Zeitschrift in ihrer aktuellen Ausgabe. Doch dann beginnen die Probleme: «Mit seinem beweglichen und zirka 25 Kilogramm schweren Penis sucht der Bulle jeweils nach der tief zwischen den Hinterbeinen liegenden Geschlechtsöffnung. Bis anhin schaffte er es allerdings nicht, sein Glied in den bis 1,40 Meter langen Scheidenvorhof der Elefantenkuh einzuführen», heisst es in der «Tierwelt».

Porno-Film ist erst letzte Lösung

Deshalb hat der Zoo Basel auch schon an eine unkonventionelle Methode gedacht, um dem Elefanten das Vaterwerden beizubringen: Man zeigt ihm einen Film, auf dem sich andere Elefanten paaren. Das berichtet «20 Minuten» ebenfalls unter Verweis auf die «Tierwelt». Denn in freier Wildbahn lernen die jungen Bullen, indem sie schauen, wie es die älteren machen. Und auf Youtube gibt es Filme, die zeigen, wie es geht. Doch diese Lösung komme erst zum Zuge, wenn sonst nichts helfe, sagt Tanja Dietrich.

Deshalb muss Yoga nun noch eine Weile üben, bevor er Porno-Filme schauen darf. Bei jedem Eisprung wird er zu den Elefanten-Damen gelassen. Je nach gegenseitigem Interesse Minuten bis mehrere Stunden pro Tag», wie die «Tierwelt» schreibt.