In Uganda sind bei Schulen und Spitälern bereits erste Wasserkioske entstanden, wo für wenig Geld sauberes Trinkwasser bezogen werden kann. Das Projekt soll die Einheimischen nicht nur die Lebensgrundlage schlechthin sichern, sondern auch ein Geschäftsmodel werden. 15 000 Franken ist der Hauptpreis des Abends wert. Dazu kommt ein Start-up-Coaching im Wert von 5000 Franken.

Die Preisverleihung fand im proppenvollen Theater Basel im Rahmen des Eco Naturkongresses statt, der sich schwergewichtig mit dem Thema Wasser beschäftigte. Entsprechend wurde der Bündner „Wasserbotschafter“ Ernst Bromeis, der unter anderem den Rhein von der Quelle bis zur Mündung durchschwamm, als „Hoffnungsträger“ ausgezeichnet.

Bromeis versteht es, sehr öffentlichkeitswirksam auf die Verschmutzung des Wassers zum Beispiel mit Mikroplastik aufmerksam zu machen, Dieser Ehrenpreis wird alljährlich an Persönlichkeiten verliehen, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben haben. Einer der bisherigen Preisträger war zum Beispiel Bertrand Piccard.

Der Publikumspreis ging an das ungewöhnliche Projekt Aquaero, mit dem Wasser aus der Atmosphäre gewonnen werden soll. Die Start-up-Firma hat den Tatbeweis bereits erbracht. Das System ist keine Science Fiction. Allerdings ist die Testanlage noch relativ klein. Um Wasser in grossen Mengen gewinnen zu können, braucht es eine sehr viel grössere Anlage. Immerhin gibt’s nun eine Start-up-Beratung im Wert von 5000 Franken.

Mit einem Spezialpreis geehrt wurde zudem die Organisation Viva con Aqua, die Bindeglied zwischen den jungen Menschen in den betroffenen Ländern und den diversen technischen Wassergewinnungsprojekten sein will. Die Präsentation geriet dabei allerdings reichlich diffus, um nicht zu sagen mit einem sektiererischen Einschlag. (dsi)