Die Auszeichnung «Koch des Jahres» von Gault-Millau geht dieses Jahr wieder an Basel. Peter Knogl vom Spitzenrestaurant «Cheval Blanc» des Hotels «Les trois Rois» wird erneut ausgezeichnet. Der 19. Punkt bedeutet für ihn die Höchstnote und eine Premiere für den Gault-Millau. Die Punktzahl 20. hat aber noch niemand erreicht.

Die Testerinnen und Tester waren in den letzten Monaten sehr viel unterwegs. Über 1000 Restaurantbesuche waren nötig, um den Guide Gault-Millau zusammenzustellen.

Peter Knogl in der «Champions League»

Das «Les Trois Rois» in Basel gehört zu den renommiertesten Hotels der Schweiz. Sein viel gerühmtes Restaurant «Cheval Blanc» beschert Basel einen weiteren Gault-Millau-Titel. «Koch des Jahres 2015» wird ein weiteres Mal Peter Knogl, Chef de Cuisine im «Cheval Blanc» vergeben. Wer seit 30 Jahren so grossartig koche, habe laut Gualt-Millau die Höchstnote verdient.

Köchin des Jahres

Um beim Gault-Millau Karriere zu machen, braucht es den Luxus eines Grandhotels oder eines grossen Restaurants nicht zwingend. Bernadette «Lisi» Lisibach kocht in der «Neuen Blumenau» in Lömmenschwil vor den Toren St. Gallens mit beschränktem Budget. 

Die gebürtige Luzernerin kriegt 16 Punkte und ist Gault-Millaus «Köchin des Jahres 2015». Dieser Titel wird nur selten vergeben. Nur vier andere «Köchinnen des Jahres» stehen noch am Herd: Vreni Giger, Tana Grandits, Käthi Fässler und Maryline Nozahic.

In den einzelnen Regionen

Dennis Puchert überzeugte die Tester von Gault-Millau mit seiner Konstanz und seiner Präzision. Der 30-Jährige ist im «Rigiblick» ob Zürich eine sichere Bank. Er gilt mit seinen 16 Punkten im Rigiblick-Restaurant «Spice» als Aufsteiger.

Weitere Köche steigen hoch auf 14 Punkte: Der Sizilianer Antonio Sturiale hat im Zürcher Seefeld sein Revier gefunden. Sein «La Zagra» ist fast immer ausgebucht. Mit seiner gezielt nachhaltigen Küche sorgt Fabian Fuchs im «EquiTable» für Aufsehen. Claudia Altdorfer («Brasserie Bernoulli») und René Suter («Heugümper») legen ebenfalls zu.

Drei neue Restaurants sind mit einem Startkapital von 14 Punkten erstmals aufgelistet: Das «Maison Manesse» in Zürich, der «Panorama Grill» im Hotel Swiss Star in Wetzikon und der «Frohsinn» in Hedingen.

Mit 18 Punkten bestätigen drei neue Zürcher Restaurants ihre Spitzenklasse. Heiko Nieder im «Dolder Grand», Rico Zandonella in «Rico's Kunststuben» in Küsnacht und Hans-Peter Hussong in der «Wirtschaft zum Wiesengrund» in Uetikon am See. 

Gourmets an der «Luzerner Riviera»

Viele Tester wurden vor allem an der «Luzerner Rieviera» fündig. Das grossartige «Park Hotel Vitznau» wurde als «Hotel des Jahres» ausgezeichnet. Das Grand Hotel National schiebt sich in der Stadt Luzern auch Richtung Spitze: Der junge Chef Adrian Bührer kocht im neu gestylten Restaurant erstklassig und schafft es auf 15 Punkte.

Japanische Kaiseki-Köche in Aargau

Im Restaurant Usagiyama in Hasenberg wird die japanische Kaiseki-Küche zelebriert. Seit Jahren wird dort nach den strengsten Regeln der japanischen Haute Cuisine gearbeitet. Der Gault-Millau schickt 16 Punkte ins Haus.

Im Aargau ist das Restaurant «Ryokan» die Nummer 1. Gefolgt von fünf weiteren Restaurants: «Essen'z» in Brugg, das «Hirschen» in Lenzburg, das «Bären» in Mägenwil, das «Schlossgarten» in Schöftland und das «Bäziger» in Seon. (ska)