Die Universität Basel schneidet bei einem neuartigen Ranking, das die Universität Freiburg entwickelt hat, sehr gut ab, wie gestern die «NZZ am Sonntag» berichtete. Bei der Universität Basel sind im laufenden Herbstsemester 13 237 Studentinnen und Studenten eingeschrieben.

Die Universität Freiburg (CH) hat auf der Basis des sogenannten Leiden-Rankings Ranglisten erarbeitet, mit denen die Publikationen und Zitierungen mit den verfügbaren Mitteln verglichen werden. Bei der Anzahl der Publikationen 2008 bis 2011 erreicht die Uni Basel ohne Berücksichtigung der Kosten lediglich Rang 6, werden sie allerdings «relativ zum gesamten finanziellen Aufwand betrachtet», liegt sie in der Schweiz an der ersten Stelle.

Ähnlich gut schneidet Basel bei der Anzahl der Zitierungen 2008 bis 2012 pro Franken Aufwand ab, nämlich auf dem zweiten Rang. Den gleichen erreicht sie für den identischen Zeitraum bei den normierten Zitierungen pro aufgewendeten Franken – diese korrigieren die Verzerrungen, die dadurch entstehen, dass in einigen Forschungsdisziplinen häufiger zitiert wird.

Weitere Zentralisierung nicht gut

Weiterhin wurde das Teilranking des Academic Ranking of World Universities (ARWU) in den exakten und Naturwissenschaften unter Berücksichtigung des finanziellen Aufwands bewertet. Hier erreichte die Uni Basel zwar nicht mehr den Rang eins, kam aber bei der Anzahl der Publikationen 2004 bis 2008 immerhin auf Rang vier und bei der Anzahl oft zitierter Wissenschaftler im Jahr 2008 auf Rang zwei.

Autoren des Artikels sind zwei Studierende der Ökonomie der Universität Freiburg sowie Reiner Eichenberger, Professor für Theorie der Wirtschafts- und Finanzpolitik an der gleichen Uni. Als Konsequenz ihrer Erkenntnisse fordern sie mehr Geld für die kleinen Universitäten.

So heisst es: «Es ist bildungspolitischer Unfug, die Steigerung des Outputs dadurch anzustreben, das Universitätswesen zu zentralisieren und möglichst viele Mittel an grosse Universitäten zu vergeben.» (psc)