Krise des Detailhandels

Pro-Innerstadt-Chef zum Muba-Aus: «Das ist nur ein Vorgeschmack»

Ausverkauf der Heimat? Was der Muba passiert ist, droht auch der Innenstadt.

Ausverkauf der Heimat? Was der Muba passiert ist, droht auch der Innenstadt.

Mathias F. Böhm von Pro Innerstadt Basel sagt nach dem Aus für die Muba, dass die Basler Geschäfte vor den gleichen Problemen stünden. Der Wandel ist tiefgreifend und trifft auch den Detailhandel im Stadtzentrum.

Das Aus der ältesten Basler Messe Muba bewegt. Dass die MCH Group die Traditionsmesse nach der Ausgabe 2019 einstellen wird, ist auch am Tag nach der Bekanntgabe Stadtgespräch.

Rückendeckung erhält die Messeleitung von Mathias F. Böhm, Geschäftsführer von Pro Innerstadt Basel. «Es ist ein konsequenter Schritt. Das braucht Mut», sagt er. 

Gefragt seien nun neue Formate, die nichts mehr mit einer klassischen Messe zu tun haben. Im Fachjargon spricht man dabei von «individualisierten Mehrwerterlebnisplattformen». Gemeint ist, dass der Produkteverkauf nicht mehr im Vordergrund stehe, sondern das emotionale Erlebnis. Den Besuchern müsse etwas geboten werden, das sie in Internetshops nicht kriegen.

Der Warenverkäufer stirbt aus

«Das klassische Messekonzept ist tot», sagt Böhm. Die Probleme der Messe seien ein Vorgeschmack, was auch auf die Läden in der Basler Innenstadt zukommen wird.

Diese Entwicklung werde man auch in der Stadt in den nächsten Jahren noch deutlich stärker sehen. Die richtigen Lösungsansätze seien allerdings nicht einfach zu finden: «Momentan sind alle ein bisschen am Suchen», gibt Böhm zu. «Man muss wegkommen vom klassischen Bild des Warenverkäufers. Das funktioniert auch in der Stadt nicht mehr», so Böhm.

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