Mächler habe den Rekurs gegen das Basel Tattoo auch im Namen anderer eingereicht - ohne deren Wissen. Der Verein weist im gleichen Schreiben auf den „Fall Eric Weber" hin. Urkundenfälschung sei ein Offizialdelikt, nun müsse allenfalls auch gegen Mächler ermittelt werden, schreibt der Verein.

In seinem Schreiben zeigt sich der Verein befremdet über das Vorgehen von Mächler. Es sei fragwürdig, dass „ein aus Steuergeldern besoldeter Kadermitarbeiter des Kantons aus privatem Interesse ohne Not ein - zuletzt auch finanziell - aufwendiges administratives Verfahren" verursache. Denn eine Akteneinsicht wäre auch ohne erneuten Rekurs möglich gewesen, weiss der Verein.

Es werfe zudem „ein seltsames Licht auf die Denkweise des Rekurrenten, wenn er als kantonaler Kadermitarbeiter seinen Kolleginnen und Kollegen einer anderen Dienststelle derart nicht über den Weg traue, dass er vorsorglich den Rechtsweg beschreitet".

Der Verein fordert weiter, dass die „Vorgesetzten Mächlers sicherstellen, dass dieser für seine Umtriebe wenigstens nicht seine Arbeitszeit und die Infrastruktur des Kantons missbraucht."

Am 28. Mai reichte das Komitee „Heb Sorg zum Glaibasel" rund um Thomas Mächler und Grünen-Politikerin Anita Lachenmeier wider Erwarten gegen die erteilte Bewilligung des Tattoos Beschwerde ein. Dies, obwohl in der Woche zuvor prominente Vertreter des Komitees „Hebs Sorg zum Glaibasel" erklärt hatten, dass sie unter den neuen Bedingungen mit der Veranstaltungen einverstanden seien. (jam)