Der Ring soll als "Rückgrat für das Velonetz" funktionieren, in dem er die übrigen Velostrecken attraktiver macht und radiale Veloachsen verbindet, wie der Verband am Dienstag mitteilte. Dank Signalwirkung könne er mehr Leute motivieren, ihre Wege radelnd zurückzulegen. Vorbilder gebe es im Ausland; genannt wird etwa Mannheim. Zwei neue Brücken wären zu bauen.

Als Anforderungen genannt werden: durchgehend Platz für zwei Velos pro Richtung nebeneinander, keine Lücken und keine versetzten Parkplätze im Weg, möglichst Vortritt bei Kreuzungen, ausreichende Sichtweiten sowie gute Erkennbarkeit. Eine Studie schlägt auf der ganzen Länge nur sechs Ampeln und vier Kreuzungen ohne Vortritt vor.

Neue Brücken sind schon im TeilrichtplanDer Basler Veloring soll abseits der Hauptstrassen verlaufen. Er soll vom Bahnhof SBB via Gundeldinger- und Bachlettenquartier über einen Steg über dem Zolli ins Iselinquartier und am Kannenfeldplatz vorbei zu Novartis und zur Dreirosenbrücke führen. Von dort ginge er weiter via Horburg- und Wettstein-Quartier samt Roche zu einer neuen Rheinbrücke für Motorlose und durch das Gellert wieder zum Bahnhof.

Die Initiative schreibt die Route zwar nicht genau fest. Der Ring soll jedoch samt Zollisteg im Falle der Annahme innerhalb von fünf Jahren realisiert werden müssen. Zollisteg und Sevogelbrücke sind im Übrigen keine neuen Phantastereien, sondern stehen bereits im Teilrichtplan Veloverkehr der baselstädtischen Regierung von 2013.

Laut Pro Velo ist die Machbarkeit des Basler Velorings bestätigt. Kosten und Nutzen stünden "in einem guten Verhältnis". Die Kosten für das Projekt - indes noch ohne den so genannten Sevogelsteg über den Rhein - werden laut Unterschriftenbogen auf 25 Millionen Franken geschätzt. Das Projekt könne auch etappiert realisiert werden.