Prostitution
Die Polizei fordert Freier zur Mitbekämpfung von Menschenhandel auf

Die Basler Polizei startet mit der Schweizerischen Kriminalprävention (SKP) am Freitag die Online-Kampagne «Hast du Eier, Freier?», um gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel vorzugehen.

Ali Ahmeti
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Auch in der Schweiz ist Zwangsprostitution ein Thema.

Auch in der Schweiz ist Zwangsprostitution ein Thema.

Clemens Fabry

Mit der Online-Kampagne «Hast du Eier, Freier?» will die Kantonspolizei, zusammen mit der Schweizerischen Kriminalprävention (SKP), gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel vorgehen, wie der Kanton am Freitagmorgen mitteilte. Denn nicht alle, die in der Branche arbeiten, tun das freiwillig. Die Sexarbeiterinnen haben nur beschränkten Kontakt zur Aussenwelt, einer davon sind die Freier selbst. An deren Sensibilität appelliert auch die Online-Kampagne; durch provokative Parolen werden sie dazu aufgefordert, Verdachtsfälle zu melden.

Auch wird beschrieben, wie man mögliche Fälle der Zwangsprostitution erkennen kann. So können körperliche oder psychische Anzeichen Indizien dafür geben und die Freier sollen auch auf ihr Bauchgefühl hören. Einerseits bietet die Polizei die Möglichkeit, solch einen Fall offiziell anzuzeigen. Für die, die so etwas scheuen sollten: Über den Verein ACT212 können Verdachtsfälle anonym gemeldet werden.

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